Sardana - der katalanische Volkstanz

Sardana - der katalanische Volkstanz Sardana - der katalanische Volkstanz

Sardana heisst der katalanische Volkstanz, der in den katalanischen autonomen Provinzen und Ländern (Paisos Catalans) vor allem aber in Catalunya, Mallorca, Valencia und dem südfranzösischen Departement Pyrenees-Orientales mit Begeisterung von kleinen und grossen katalanischen Tänzern zelebriert wird.

Bild: Sonntägliche Sardana in Katalonien

Die Sardana tanzen die Katalanen praktisch an jedem Feiertag, bei jeder Festlichkeit und in Städten wie Barcelona gar jeden Sonntag – zur Sardana fassen sich teils wildfremde Menschen in einem Kreis an den Händen und beginnen wie in einem Reigentanz links- oder rechstherum zu tanzen. Die Tanzschritte der Sardana offenbaren sich dem Ungeübten erst bei mehrfachem konzentrierten Zuschauen, die Schrittfolge einer Sardana kann auch variieren und das Tempo traditioneller Sardanas ist eher langsam, und ernst.

Eine Sardana zu tanzen erfordert durch das genaue Mitzählen von allen Teilnehmern des Reigens ein hohes Mass an Konzentration – die typische katalanische Sardana ist komplizierter, als es den Anschein hat.

Sardana-Orchster (Cobla) gibt es in typischer elfköpfiger Besetzung – nur in Notfällen gestatten sich die Katalanen zu ihrem National-Tanz einmal Sardana-Rythmen von der CD. Der „Leiter“ eines katalanischen Cobla-Orchesters , spielt dabei zumeist eine dreilöchrige Einhandflöte, das Flabiol, und mit der anderen Hand bedient er eine kleine Trommel, das Tamborí (auch Tabal genannt). Die katalanische Cobla in traditioneller Sardana-Besetzung besteht aus fünf Holz- und fünf Blechbläsern und einem Kontrabass.

Sardanas werden vom Typ her unterschieden: Die ältere Forma der Sardana, die „Sardana curta“ (dt.: kurze Sardana) und neuere, beliebte „Sardana llarga“ (dt.: lange Sardana). Sogar Konzert-Sardanas und Saradanas mit Chor-Einlagen sind in Katalonien zu hören und zu sehen.

In den Sardanas wird oft die Landschaft Kataloniens und dem katalanischen Volk nahe stehende Motive besungen. Die weithin bekannte Sardana „L’Empordà“ besingt z.B. die Entstehung der sehr fruchtbaren und küstennahen Ebene des Empordà . Ihre Entsehung soll Ergebnis einer übergrossen Liebe zwischen einer Sirene des Mittelmeeres und eines katalanischen Hirten aus den Pyrenäen sein. Der Hirte verlässt mit seinen Tieren die kalten Pyrenäen bei Wintereinbruch, um in der Küstenebene zu überleben und seiner Sirene nah zu sein.

Was zieht man zum Sardana-Tanzen an? Zumeist sind bei Vorführungen natürlich Sardana- Kostüme bestehend aus Bluse und schwingendem Rock bei den weiblichen Tänzerinen, oder aus Kniebundhose mit Weste und weissem Hemd bei den sardana-tanzenden Herren zu sehen.

Wer einen Sardana-Kreis enteckt kann jederzeit in ihn ein – und aus ihm austreten.
Die Katalanen tanzen ihre Sardana katalanisch: „Weltoffenheit“ kennzeichnet auch ihren bekanntesten Volkstanz. Die Sardana kennt keinerlei Kleidungszwang oder Kleidungsvorschriften für das Tanzen der Sardana.

Auf den Strassen und Plätzen Kataloniens ist die Sardana ein gemeinschaftliches Tanzerlebnis, die in leichter Freizeitkleidung, im Businessdress oder spezifischer Landesrobe (dies vor allen Dingen in Barcelona) das Tanzgeschehen zulässt.

Und so spiegelt die Sardana wie es sich für einen Volkstanz gehört, die sensible, schöngeistige und weltoffene katalanische Seele in ihrer Musik und im Tanzgeschehen ihrer bunten Tanz-Reigen wieder.

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