Castelladral: Burgreste, Feste und Wege

File:445 Colònia Agafallops, rda. Castelladral - c. Josep M. Pericas (Ripoll), naus de la fàbrica.jpg File:445 Colònia Agafallops, rda. Castelladral - c. Josep M. Pericas (Ripoll), naus de la fàbrica.jpg Foto: Enric via Source, CC BY-SA 4.0

Burg und romanische Spuren

Auf einem Hügel im Zentrum der Serra de Castelladral liegen die Überreste der Burg Castelladral. Von der Anlage ist derzeit nur ein Mauerabschnitt sichtbar: An der Südwestseite sind wenige Steinlagen erhalten. Das Castell de Castelladral steht unter dem Schutzstatus BCIN. So konzentriert sich der sichtbare Bestand auf einen kleinen, klar erkennbaren Teil der früheren Burganlage.

Auch die Kirche Sant Miquel de Castelladral verweist auf die Geschichte des Ortes. Ihre Ursprünge reichen in die Romanik zurück. Zu Ehren von Sant Miquel findet die Festa Major von Castelladral am ersten Maiwochenende statt. Die Tradition aus Caramelles und Ball de Cascavells von Castelladral wird am Karsamstag am Nachmittag und am Ostersonntag aufgeführt.

Feste und lokale Traditionen

Eine weitere feste Größe im Jahreslauf ist die Arrossada popular de Castelladral. Sie findet seit 1984 jeweils am zweiten Sonntag im März statt und umfasst ein gemeinschaftliches Reisessen. Schauplätze sind die Esplanade und der Steineichenhain an der Bassa del Castell. Die Bassa del Castell liegt am Ortsrand nahe der Creu de la Santa Missió.

In der ehemaligen Scheune von Castelladral befindet sich außerdem das Centre d’Interpretació del Cicle Lunar. Damit stehen im Ort unterschiedliche historische und kulturelle Bezugspunkte nebeneinander: die Burgreste auf dem Hügel, die romanischen Ursprünge von Sant Miquel, die Festtraditionen und der Ort der Mondzyklus-Interpretation.

Route zur Balma de Comaposada

Die Ruta 1: Balma de Comaposada beginnt am Parkplatz La Pallissa de Castelladral. Von dort führt die Route zur Balma de Comaposada, an der ein Wegweiser steht. Die Ruta 1: Balma de Comaposada führt auf dem GR-176 bergauf zurück nach Castelladral. Ausgangspunkt, Zielpunkt und Rückweg sind damit durch benannte Orte und den GR-176 beschrieben.

Historische Wegspur und alte Steineiche

Etwa 250 Meter nordöstlich des Ortskerns befindet sich nahe dem Sockel der Creu de la Santa Missió ein kurzer, gut erhaltener Abschnitt des historischen Camí ral de Castelladral. Der Wegabschnitt liegt auf natürlichem Felsgrund, in dem die Karrenspuren deutlich sichtbar sind. Die ungefähre Lage und die erhaltenen Spuren machen den kurzen Abschnitt als eigenständiges historisches Detail des Ortsumfelds erkennbar.

Etwa 200 Meter südöstlich des Ortskerns steht am Rand eines Weges zu mehreren Häusern die Alzina de Castelladral. Die markante Steineiche gehört zur Art Quercus ilex. Sie besteht aus drei Hauptstämmen, die wahrscheinlich aus dem Wiederaustrieb des ursprünglichen Wurzelstocks hervorgegangen sind. Jeder Stamm hat einen Umfang von mehr als 1,5 Metern. Gemeinsam bilden die drei Stämme eine weit ausladende Krone.

Für einen Aufenthalt in Castelladral kann ein Hotel im Ort in die persönliche Reiseplanung einbezogen werden; die konkrete Gestaltung des Besuchs bleibt dabei den eigenen Plänen und dem verfügbaren Zeitrahmen selbst überlassen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Navàs.

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