Sant Quirze Safaja: Felslandschaft, Wege und Kulturerbe

Landschaft und Wasser

Die Altstadt von Sant Quirze Safaja liegt auf einem langgestreckten felsigen Vorsprung, der als la Molla bekannt ist. Durch das Gemeindegebiet fließen mehrere Bäche und Rinnsale sowie der Riu Tenes. Der Gorg Negre ist ein ungefähr kreisförmiger Tümpel im Riu Tenes am Zusammenfluss mit dem Torrent de la Font Via; große Felsformationen umgeben ihn, und in regenreichen Zeiten fällt dort ein großer Wasserfall. Die Bauma de l’Espluga ist eine natürliche Felsbalme, die ein kleines Tal abschließt und teilweise durch Kalksinterablagerungen des Wassers geformt wurde, das vom Torrent de l’Espluga herabstürzt.

Das Gebiet um Sant Miquel del Fai ist eine touristische Anziehungslandschaft mit Höhlen, Schächten, Klippen und Tümpeln entlang der Schlucht. Sant Miquel del Fai umfasst eine 70,5 ha große Naturfläche innerhalb der Gemeindegebiete von Bigues i Riells und Sant Quirze Safaja. Die Fläche ist in das Naturinteressengebiet Cingles de Bertí einbezogen und Teil des Natura-2000-Netzes. Die Cingles de Bertí gehören ebenfalls zum Natura-2000-Netz und umfassen besondere Schutzgebiete zur Erhaltung sowie besondere Vogelschutzgebiete.

Wege und Routen

Die Màrius-Torres-Route ist ein ausgeschilderter Hin- und Rückweg zwischen Puigdolena und dem Ortskern von Sant Quirze Safaja. Von ihr bieten sich weite Ausblicke über die Ebene des Vallès. Die Cingles de Bertí lassen sich über ein Netz aus Pisten und Wegen auf verschiedenen Routen erkunden. Die Rundroute rund um Sant Quirze Safaja bietet Ausblicke auf das Tal des Riu Tenes.

Der Parc de l’Aigua ist ein öffentlicher Park mit Bäumen, Bänken und einem Kinderspielplatz. Dort beginnt die Route Torrents cap al riu Tenes; an ihrem Ausgangspunkt befinden sich ein Brunnen, Informationstafeln und ein interpretativer QR-Code. Die Bauma del Molí o dels Horts erreicht man vom Ortseingang aus flussaufwärts über einen markierten Fußweg in etwa zehn Minuten. Die Etappe 4 des GR 177 verläuft über Wege, durch Wälder und über Hügel rund um die Riera de Safaja und ermöglicht die Entdeckung von Sant Quirze Safaja und Castellcir.

Bauwerke und Geschichte

Die Pfarrkirche Sant Quirze i Santa Julita bewahrt eine Apsis aus einer um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert errichteten Kirche mit äußerer lombardischer Dekoration. Ihr Glockenturm wurde zwischen 1670 und 1672 von dem Baumeister Joan Bonafacia errichtet.

Der Molí de Llobateres, auch Molí de Centelles, molí de la Torre oder molí de Fontubal genannt, ist als Bé Cultural d’Interès Nacional eingestuft. Das Gebäude mittelalterlichen Ursprungs liegt am rechten Ufer der Riera de Tenes südlich von Sant Quirze Safaja und wurde in der Neuzeit umgebaut und erweitert. Die Poua de les Torras ist ein großer unterirdischer, kreisförmiger Eiskeller mit einem gewölbten Steindach und drei rechteckigen Dachöffnungen zum Einbringen und Herausnehmen des Eises. Einige Eishäuser in Sant Quirze Safaja waren noch bis ins erste Viertel des 20. Jahrhunderts in Betrieb.

Der heutige Tempel der Església de Bertí wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet und 1437 erneut aufgebaut. Sant Pere de Bertí ist ein ländliches Kulturerbeensemble mit einer Kirche mit romanischen Elementen, einem Pfarrhaus, einem Friedhof und einem Comunidor. Die Kirche Sant Pere de Bertí steht auf den berühmten Cingles de Bertí auf 825 m Höhe und bildet den Mittelpunkt eines Weilers aus verstreut liegenden Bauernhäusern.

Puigdolena war ein privates Sanatorium aus dem Jahr 1933 in Sant Quirze Safaja auf 800 m Höhe. Màrius Torres wurde im Dezember im Sanatorium Puigdolena aufgenommen, wo er als Dichter reifte.

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Anreise und weitere Ziele

Sant Quirze Safaja ist über einen Straßenabzweig erreichbar, der unterhalb des historischen Ortskerns verläuft und die Straßen von Centelles nach Sant Feliu de Codines sowie von Mollet nach Moià verbindet.

Weitere Ziele: Premià De Mar, El Bruc, Prats de Lluçanès, Les Corts, Pallejá, El Masnou, Viladellops und Viladrau.

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