Bescanó: Vulkanlandschaft, Flusswege und katalanische Kultur
Bescanó, Estanyol, Montfullà und Vilanna teilen eine mediterrane Landschaft mit bewaldeten Hügeln. Zwischen Sant Dalmai in Vilobí d’Onyar und Estanyol in Bescanó liegt der Volcà de la Crosa; mit einem Durchmesser von 1.250 m besitzt er einen der größten Krater Europas. Der Volcà de la Crosa umfasst mediterrane Wälder, Wiesen, Grasland und landwirtschaftlich genutzte Flächen und beherbergt in diesem Mosaik eine vielfältige Fauna.
Natur und Wege
Die offizielle Route rund um den Volcà de la Crosa ist ein 5 km langer Rundweg, der vom Parkplatz Guilloteres aus etwa 1 Stunde und 30 Minuten dauert und fünf geologische Sehenswürdigkeiten umfasst. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Fortbewegungsarten geben den Ausflügen einen klaren vergleichbaren Rahmen.
Die Uferroute des Ter zwischen Bescanó und Sant Gregori erstreckt sich über 10,3 Kilometer und liegt im Natura-2000-Gebiet «Riberes del Baix Ter». Auf dieser Verbindung führen die öffentlichen Wege entlang des Ter durch Auwälder und erschließen kulturhistorische Elemente der Wassernutzung wie Bewässerungskanäle und Wehre; sie können zu Fuß, mit dem Fahrrad und zu Pferd genutzt werden.
Die beiden Wege setzen dadurch unterschiedliche Akzente: Die Vulkanroute verbindet eine überschaubare Rundstrecke mit geologischen Stationen, während die Ter-Route Uferlandschaft, Auwälder und historische Wassernutzung über eine längere Verbindung zusammenführt. Länge, ungefähre Dauer und mögliche Fortbewegungsarten machen die beiden Landschaftsräume unmittelbar vergleichbar.
Geschichte
Die Pfarrkirche Sant Andreu wurde durch die Erdbeben von 1427 zerstört und zwischen 1702 und 1708 renoviert. Sie besitzt einen Kommunidor mit einem vierseitigen Dach, der an den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Traditionell diente der Kommunidor dazu, schlechtes Wetter und die pestbringende schlechte Luft abzuwenden.
Sant Llop, teilweise verfallen, überragt die Ebene von La Selva von Girona bis Hostalric. Seine Baugeschichte könnte bis ins 9. oder 10. Jahrhundert zurückreichen; eine schriftliche Dokumentation liegt erst ab dem 13. Jahrhundert vor. In Montfullà befindet sich eine römische Villa aus der Zeit vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n.
Kultur
Das modernistische Elektrizitätswerk von Bescanó ist mit Skulpturen von Ungeheuern, Reptilien und Dinosauriern ausgestattet. Das Teatre de Bescanó bietet ein kontinuierliches Programm aus Theaterstücken und Aufführungen mit bekannten Namen der katalanischen Bühnenszene. So stehen neben sakraler und römischer Geschichte auch modernistisches Industriedesign und katalanische Bühnenkultur im Ortsbild.
Bescanó verbindet Landschaftsbeobachtung, historische Bauwerke und lebendige Kultur, ohne dass diese Themen auf denselben Ortstyp reduziert werden müssen. Die Vulkanlandschaft, die Wege am Ter, Sant Andreu, Sant Llop, die römische Villa, das Elektrizitätswerk und das Theater bilden jeweils eigene Anknüpfungspunkte für die Erkundung.
In Bescanó findet die Fira de l’embotit statt, ein lokales Wurstfest.
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