Cartellà: Festung, Kapelle und katalanische Feste

File:Sant Feliu de Cartellà 1.jpg File:Sant Feliu de Cartellà 1.jpg Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Das Castell de Cartellà ist eine Festung mit drei Gebäudeteilen, die U-förmig um einen Innenhof angeordnet sind. Der quadratische, viergeschossige Hauptturm ist mit Zinnen versehen und prägt die markante Form der Anlage. Durch die U-förmige Anordnung entsteht ein klar gegliederter Komplex, dessen Innenhof die drei Bauteile miteinander verbindet.

Zum Komplex des Castell de Cartellà gehört die freistehende romanische Capella de l'Esperança. Die Kapelle besitzt einen einschiffigen Grundriss und eine halbrunde Apsis. Damit stehen an der Festungsanlage sowohl die wehrhafte Architektur des Hauptturms als auch ein eigenständiger romanischer Sakralbau nebeneinander.

Cartellà ist eine eigenständige Pfarrei, deren Mittelpunkt die im 18. Jahrhundert erbaute Kirche Sant Feliu de Cartellà bildet. Wer die kirchlichen Bauwerke des Ortes betrachtet, trifft damit auf eine romanische Kapelle und eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert, während die Festung mit Innenhof, Hauptturm und Zinnen einen eigenen architektonischen Schwerpunkt setzt. Die Bauwerke verbinden somit unterschiedliche Epochen und klar voneinander unterscheidbare Funktionen innerhalb des Ortes.

Feste

Für die zeitliche Planung ist das Festa del Roser für den zweiten Sonntag im Mai angesetzt. Die Festa Major folgt als weiterer festgelegter Termin am letzten Sonntag im Juli oder am ersten Sonntag im August. Die beiden Termine liegen damit in unterschiedlichen Abschnitten des Jahres und benennen jeweils einen konkreten Sonntag als Bezugspunkt.

Zwischen April und Mai findet das Festival de la Carbonera statt. Es ist den traditionellen katalanischen und okzitanischen Tänzen sowie der traditionellen Musik gewidmet und bringt diese beiden Kulturformen in einem eigenen Veranstaltungsrahmen zusammen. Der genannte Zeitraum verbindet das Festival zeitlich mit dem Frühjahr, während das Festa del Roser ebenfalls im Mai angesetzt ist.

In einem ehemaligen Pfarrhaus des Ortes, einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, befindet sich der Sitz des Ateneu de la Vall de Llémena. Die frühere Funktion des Hauses bleibt dabei ebenso benannt wie seine heutige Nutzung als Sitz dieser Einrichtung. So wird neben den Festterminen auch ein historisches Gebäude mit einer heutigen institutionellen Funktion im Ort sichtbar.

Anfahrt

Wenn Sie die restaurierte Kirche von Cartellà im Rahmen einer Radtour aufsuchen möchten, ermöglicht die Route 4 BTT „Sant Gregori a Plà de Cartellà“ einen kurzen Abstecher zur Besichtigung. Die Route trägt damit einen vollständig benannten Ausgangs- und Zielbezug.

Auf der Straße von Girona nach Sant Gregori biegen Sie am Kreisverkehr „PORTA DE LA VALL DEL LLÉMENA“ rechts auf die Straße nach Cartellà ab. Nach etwa 3,5 Kilometern erreichen Sie das Dorf. Die Anfahrt ist damit sowohl über die benannte Straße und den Kreisverkehr als auch über die ungefähre Entfernung bis zum Dorf beschrieben.

Natur

In Cartellà befindet sich die Quelle Font de can Casademont.

Cartellà umfasst zahlreiche Bauernhöfe. Einige davon sind im Weiler Vileta gruppiert, der hauptsächlich von Korkeichen und Kiefern umgeben ist. Die bäuerliche Struktur des Ortes und die genannten Baumarten gehören zu den Landschaftsmerkmalen von Cartellà.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sant Gregori.

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