Castell d'Empordà: Burganlage, Ermita del Remei und Daró-Route

File:Mas Figueró de Castell d'Empordà.jpg File:Mas Figueró de Castell d'Empordà.jpg Foto: Bloguer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Castell d'Empordà wird von einer Burganlage geprägt, die auch den Namen Castell de Llaneres trägt und der kleinen Siedlung, die sie umgibt, ihren Namen gibt. Ihre Geschichte, die Ermita del Remei und mehrere Routen verbinden sich hier mit einem Hügelpanorama über das weitere Umfeld.

Kultur und Geschichte

Vermutlich gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Burganlage von Graf Ponç V. von Empúries errichtet. Der Grenzort lag zwischen der Grafschaft Empúries, dem der königlichen Herrschaft unterstehenden Girona und dem bischöflichen Besitz von la Bisbal. Diese historische Lage zwischen unterschiedlichen Herrschaftsgebieten gehört zur überlieferten Einordnung der Anlage.

Vom Castell d'Empordà sind der Hauptturm mit seinem Portal aus Keilsteinen und ein gotisches Fenster nahe dem Turm erhalten. Das Portal bildet einen markanten Bauteil des Hauptturms; das gotische Fenster befindet sich in seiner unmittelbaren Nähe. So lassen sich an der Anlage unterschiedliche architektonische Elemente aus ihrer älteren Baugeschichte ablesen.

Ab dem 16. Jahrhundert ließ die Familie Margarit das Castell d'Empordà durch Umbauten mit einem Renaissancefenster versehen und in einen Wohnpalast umwandeln. Das Renaissancefenster und die Umwandlung in einen Wohnpalast gehören damit zu einer späteren Bauphase der Burganlage.

Ermita del Remei und Sant Martí

Die Ermita del Remei ist in die Burganlage integriert. Die Kapelle wurde 1600 erbaut und 1750 erweitert. Ihre Baugeschichte umfasst damit den ursprünglichen Bau und eine spätere Erweiterung innerhalb der Anlage.

Sie besteht aus einem rechteckigen einschiffigen Bau mit einer halbrunden Apsis und einer Lunettenwölbung. Ein Glockenturm stammt aus späterer Bauzeit. Die genannten Bauteile beschreiben den Grundriss, den Abschluss des Kirchenraums, seine Wölbung und eine spätere Ergänzung.

Sant Martí de Llaneres ist seit 1101 dokumentiert; das heutige Kirchengebäude wurde 1584 errichtet. Damit stehen an diesem Ort unterschiedliche Zeitangaben zur Geschichte der Kirche und zum heutigen Bau nebeneinander.

Fest und Routen

Der Aplec del Remei ist ein Volksfest in Castell d'Empordà und findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober statt. Der Termin ist an einen festen Sonntag im Herbst gebunden.

Im Gemeindegebiet von la Bisbal d'Empordà beginnen drei einfache Familienrouten. Eine davon trägt den Namen „Nucli medieval de Castell d'Empordà“ und führt bereits in ihrer Bezeichnung auf den mittelalterlichen Ortskern von Castell d'Empordà.

Die Route „El Castell d'Empordà“ kann zu Fuß und mit dem Fahrrad unternommen werden. Eine weitere Verbindung bildet die Route „El riu Daró“: Sie verläuft parallel zum Fluss Daró bis auf die Höhe von Castell d'Empordà und setzt dort auf dem linken Uferdamm fort.

Anschließend passiert die Route die Riera de l'Rissec und kehrt über die Ebene von Casavells nach la Bisbal zurück. Ihr Verlauf umfasst damit den Flussabschnitt, den linken Uferdamm, den Bachlauf und die Rückkehr über die Ebene.

Landschaft

Vom höchsten Punkt des Hügels turó de Marenys bietet sich bei klarem Wetter ein 360-Grad-Panorama. Im Rundblick sind umliegende Gipfel und Dörfer erkennbar. Die Aussicht verbindet den höchsten Punkt des Hügels mit dem Blick in das umliegende Landschaftsbild.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Bisbal D'empordà.

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