Serra de Daró zwischen Kirchen, Wasserwegen und Geschichte

File:Serra de Daró 90.JPG File:Serra de Daró 90.JPG Foto: Bestiasonica via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Am Fluss Ter liegt die Illa i resclosa de Canet, ein etwa 15 Hektar großes Feuchtgebiet, das sich über Serra de Daró und La Tallada d’Empordà erstreckt. Das Feuchtgebiet gehört vollständig zum Natura-2000-Gebiet ES5120011 „Riberes del Baix Ter“. Nur die Illa de Canet ist Teil des PEIN-Gebiets „Illa de Canet“; durch die Verordnung vom 17. September 1996 wurde die Insel außerdem als Wildtierschutzgebiet ausgewiesen und umfasst dabei 0,7 Hektar. Die Illa de Canet lässt sich von der Resclosa de Canet aus beobachten; dorthin gelangt man, indem man der Ruta del Ter durch Canet de la Tallada folgt und im Ort nach Süden abbiegt.

Kultur und Geschichte

Die Església de Sant Iscle i Santa Julita ist eine romanische Kirche des 12. Jahrhunderts mit einschiffigem Grundriss und halbkreisförmiger, mit einem Arkadenfries geschmückter Apsis. Auch in späterer Zeit gehörte die Kirche zu den Befestigungsanlagen der Burg Sant Iscle. Zu den Überresten des Castell de Sant Iscle gehört ein zylindrischer Turm.

Die Església de Santa Maria ist ein großes Kirchengebäude mit basilikalem Grundriss und neoklassizistischen Zierelementen; um 1881 wurde sie wiederaufgebaut. Das heutige Gebäude stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der ältere Glockenturm aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Bischof Tomàs Sivilla weihte die Kirche am 1. Juni 1884.

Die Geschichte von Serra de Daró nennt die Iberer als erste Bewohner des Gebiets; ihnen folgten die Römer. Mas Sunyer besitzt ein Renaissancefenster mit kielbogigem, reliefverziertem Bogen. Mas Cebrià ist ein großes Gehöft aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit einer kleinen angebauten Kapelle. In ihr findet kein Gottesdienstbetrieb statt, und sie ist vermutlich nicht älter als diese Zeit.

Am Puig de Serra, auch La Roqueta genannt, befinden sich Steingrabstätten in der Nähe des Camí d’Empúries im Gemeindegebiet von Serra de Daró. Die Pont de la Roqueta steht mit dem historischen Camí d’Empúries in Verbindung, der von Empúries nach Girona führte und dort an die Via Augusta anschloss. Erreichbar ist die Pont de la Roqueta über den asphaltierten Weg von Serra de Daró nach Llabià. Nach etwa 700 Metern folgt man rechts einem Feldweg; wenige Schritte von dieser Abzweigung entfernt liegt die Brücke nahe der Font de la Roqueta.

Weitere Ziele: Pujals dels Pagesos, Juià, Riudarenes, El Cros, Vilanova de la Muga, Campdevànol, Palau-Sator, La Vall D'en Bas

Wasserwege und Radfahren

Der mittelalterlich entstandene Rec del Molí bewässerte Ländereien in Serra de Daró sowie in Gualta, Pals und Teilen von Torroella. Die Radroute „El Ter: caminos de agua“ führt durch Serra de Daró und Sant Iscle. Sie begleitet den Verlauf des Flusses Ter und macht zahlreiche Elemente des hydraulischen Kulturerbes wie Bewässerungskanäle, Wehre und Mühlen erlebbar.

Kulinarik und Feste

Für den 24. Mai ist am Vormittag neben der Kirche an der Carrer Costa in Sant Iscle d’Empordà ein Mercat d’olis i vins angekündigt, also ein Markt für Öle und Weine.

Zum Programm der Festa Major de Sant Iscle d’Empordà gehörte eine Arrossada popular, ein gemeinsames Reisgericht. Das Programm umfasste außerdem einen Auftritt der Sardana-Musikgruppe Cobla La Principal de Banyoles.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.

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