Esterri de Cardós: Romanische Kirchen, Wanderwege und Panoramablicke

File:Esterri de Cardós i Arrós des de la Serra de Tudela.JPG File:Esterri de Cardós i Arrós des de la Serra de Tudela.JPG Foto: Isidro Jabato via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Eine markierte, leichte Hin- und Rückweg-Route führt von Esterri de Cardós zum Aussichtspunkt Cap de la Roca; sie ist weniger als 4 km lang und gilt als familiengeeignet. Am Ziel gibt es eine Informationstafel, die bei der Bestimmung der sichtbaren Berge hilft und Informationen über die örtliche Flora und Fauna vermittelt.

Wandern und Winter

Spaziergänge durch die Dörfer und verschiedene Wanderwege ermöglichen es, die Natur-, Kultur- und Landschaftsumgebung von Esterri de Cardós kennenzulernen. Die Route von Esterri de Cardós zum Pla de Nequa führt durch Wiesen sowie Birken-, Waldkiefern- und Schwarzkiefernwälder zu einer alpinen Wiese mit Ausblicken über die Täler Ferrera und Cardós. Vom Pla de Nègua aus bieten sich privilegierte Panoramablicke über die Täler Ferrera und Cardós. Von Ginestarre aus sind die Bordes de Llosaus zu Fuß über einen angenehmen Weg am sonnigen Talhang erreichbar. Für die Route zum Aussichtspunkt Cap de la Roca befinden sich Parkmöglichkeiten auf dem Platz neben dem Rathaus am Ortseingang oder in Straßen von Esterri de Cardós.

Schneeschuhwandern und weitere schneebezogene Sportarten im Hochgebirge werden für Esterri de Cardós hervorgehoben. Die kommunalen Highlights umfassen die Route Esterri de Cardós–Pla de Nèqua–Pic de Tudela.

Natur

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt Cap de la Roca liegen zwei Granitblöcke, die als Zeugnisse der glazialen Erosion und des Gletschertransports im Esterri-Tal gelten. Sie stammen aus dem Talschluss und wurden nach dem Abschmelzen des Eises vor etwa 10.000 Jahren an den Berghängen verteilt. Ihre Farbe hebt sich deutlich vom grauen Schiefer des Esterri-Tals ab. Die Heuwiesen von Cultia d’Arrós gelten als herausragendes Landschaftselement.

Kultur und Geschichte

Sant Pau i Sant Pere d’Esterri ist eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert und wurde 1146 urkundlich erwähnt. Die originalen romanischen Wandmalereien der Apsis von Sant Pau i Sant Pere d’Esterri werden im Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC) aufbewahrt. Santa Maria de Ginestarre ist eine romanische Kirche aus dem späten 11. Jahrhundert und wurde 2002 als lokales Kulturgut von besonderem Interesse eingestuft. Die originalen Wandmalereien der Apsis von Santa Maria de Ginestarre werden im Museu Nacional d’Art de Catalunya (MNAC) aufbewahrt.

In Santa Maria de Ginestarre befinden sich zwei steinerne Becken: ein Taufbecken und ein Weihwasserbecken. Casa Bringué de Ginestarre ist ein typisches ländliches Bergherrenhaus aus dem Zeitraum vom 17. bis zum 19. Jahrhundert und wurde 2001 als lokales Kulturgut von besonderem Interesse eingestuft. Die Bordes de Llosaus sind traditionelle Viehgebäude der Pyrenäen. Eine der Bordes de Llosaus wurde nach traditioneller Bauweise mit einem Dach aus Roggenstroh restauriert und gilt heute als die einzige Borda im gesamten Pallars mit dieser ursprünglichen Bauart. Die Dörfer Esterri de Cardós, Arrós, Ginestarre und Benante werden erstmals in der Weiheurkunde der Kirche Sant Martí de Cardós aus dem Jahr 1146 erwähnt. Die Fira d’Arrós ist eine Messe zur Bekanntmachung der Schafrasse Ovella Aranesa.

Weitere Ziele in der Übersicht: Vall De Cardós, Montan De Tost, Castellbò, Lladrós, Isil, Sant Llorenç De Morunys, Viliella, Navès.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.

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