Olius: Sant Esteve d’Olius und der modernistische Friedhof

File:CASA DE SANT JUST - OLIUS - IB-908.JPG File:CASA DE SANT JUST - OLIUS - IB-908.JPG Foto: Isidre blanc ( talk ) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

„Olius Monumental“ führt durch das monumentale Ensemble von Sant Esteve d’Olius und verbindet mehrere historische Stationen in einer geführten Kulturroute. Die gemeinsame Führung umfasst den Eintritt und die Besichtigung der Kirche Sant Esteve d’Olius sowie des modernistischen Friedhofs von Olius. Auf der Route lässt sich außerdem ein iberisches Silofeld kennenlernen; die Führung erklärt auch, wie dieses Silofeld funktionierte. Damit treffen ein Kirchenbau des 11. Jahrhunderts, eine modernistische Begräbnisanlage und ein befestigter iberischer Lagerplatz innerhalb eines Kulturangebots aufeinander. Die Kirche steht für mittelalterliche Baugeschichte, der Friedhof für modernistische Gestaltung und das Silofeld für iberische Wirtschaftsarchäologie.

Kultur

Der modernistische Friedhof von Olius fällt durch seinen unregelmäßigen Grundriss auf, der an das Gelände angepasst ist. Für die Gestaltung der Grabstätten wurden Natursteine verwendet. Die Anlage folgt deshalb keiner regelmäßigen geometrischen Ordnung. Ihre Form und die verwendeten Materialien prägen das Erscheinungsbild der Grabstätten und machen den Friedhof zu einem eigenständigen Bestandteil des Ensembles von Sant Esteve d’Olius. So entsteht ein Friedhof, dessen bauliche Gestaltung eng mit dem vorhandenen Gelände verbunden ist. Der an das Gelände angepasste Grundriss und die Natursteine gehören gemeinsam zur Gestaltung der Grabstätten.

Sant Esteve d’Olius gilt als bedeutendes Werk der Architektur des Solsonès aus dem 11. Jahrhundert. Die neue Kirche wurde im Jahr 1079 vom Bischof von Urgell, Bernat Guillem, geweiht. Vorausgegangen war der Bau von den Grundmauern an durch die Einwohner von Olius, veranlasst vom Grafen Ermengol d’Urgell. Unter dem erhöht liegenden Presbyterium befindet sich eine Krypta, die den Kirchenbau um einen weiteren architektonischen Raum ergänzt. Die Weihe, die örtliche Bautätigkeit und die Krypta gehören damit zur Baugeschichte desselben Kirchengebäudes.

Geschichte

Zum historischen Umfeld von Sant Esteve d’Olius gehört ein befestigtes iberisches Getreidelager. Der Fundplatz wurde zwischen 1998 und 2007 ausgegraben. Seine spezialisierte wirtschaftliche Tätigkeit wird als Lagerung und Verwaltung von Getreideüberschüssen für den Handel interpretiert. Bei den gelagerten Getreidearten handelte es sich hauptsächlich um Spelzgerste und Nacktweizen, wie pflanzenkundliche Überreste zeigen. So treffen an einer Station Lagerung und Verwaltung von Getreide mit pflanzenkundlichen Überresten derselben Fundstelle zusammen. Das Silofeld ergänzt die architektonischen Stationen der Route um einen Fundplatz, an dem Lagerung, Verwaltung und die dafür genutzten Getreidearten zusammen betrachtet werden können. Die Route verbindet Kirche und Friedhof mit der historischen wirtschaftlichen Funktion des iberischen Fundplatzes.

Anreise

In Olius gibt es keinen regulären öffentlichen Verkehr. Das private Fahrzeug wird als beste Option für die Anreise bezeichnet. Wer Sant Esteve d’Olius und den Friedhof von Olius besuchen möchte, soll das Fremdenverkehrsamt unter 973482310 oder Solsona Experience unter 663 668 184 anrufen.

Weitere Ziele: Bassella, Cubells, La Pobla De Segur, Sant Llorenç De Morunys, El Pont De Suert, Arestui, Guixers, Escaló

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.

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