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Pujal entdecken: Sant Pere und seine Architektur

Unterkünfte in Pujal

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In Pujal richtet sich der Blick auf die Pfarrkirche Sant Pere. Sie gehört zum architektonischen Kulturerbe Kataloniens und ist Sant Pere geweiht.

Sant Pere und seine Bauzeit

Die Kirche Sant Pere del Pujal wurde zwischen 1957 und 1964 errichtet. Die Zeitspanne umfasst sieben Jahre und ordnet den Bau präzise in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Die Jahreszahlen markieren den Beginn und das Ende des angegebenen Bauzeitraums. Neben der religiösen Widmung bildet die Bauzeit einen eigenständigen historischen Bezugspunkt. Sie betrifft die Entstehung der Kirche, während die architektonischen Angaben den Aufbau und die Form ihrer Räume betreffen. Bei Sant Pere stehen daher eine klar gefasste Datierung und eine konkret fassbare Baugestalt nebeneinander.

Ein Langhaus, vier Joche und ein Gewölbe

Die räumliche Gliederung zeigt sich im einschiffigen Langhaus mit vier Jochen. Ein einschiffiges Langhaus hat ein zentrales Schiff; seitliche parallele Schiffe gehören zu dieser Bezeichnung nicht. Die vier Joche teilen dessen Längsrichtung in aufeinanderfolgende Raumfelder. Ein Joch bezeichnet in der Architektur den Bereich zwischen benachbarten Tragelementen. Die Zahl vier beschreibt somit die innere Abfolge innerhalb des einen Langhauses. Darüber spannt sich ein gaudinisches Gewölbe mit polyedrischen und parabolischen Formen. Polyedrische Formen sind durch mehrere gerade Flächen gegliedert, die an Kanten zusammentreffen. Parabolische Formen folgen dagegen einer geschwungenen, parabelförmigen Linie. Beim Gewölbe geht es folglich um die Gestalt der Überdeckung: Kanten und Flächen prägen die polyedrische Seite, die Kurve die parabolische. Die geometrischen Begriffe beziehen sich damit auf unterschiedliche Eigenschaften innerhalb der Überdeckung. Die Form des Gewölbes bleibt von der Zahl der Joche zu unterscheiden, weil das eine die obere Begrenzung und das andere die Folge der Raumfelder bezeichnet.

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Der Eingang unter dem Glockenturm

An der südlichen Seitenwand liegt der Eingang von Sant Pere del Pujal. Er ist als Portal mit gedrücktem Bogen direkt unter dem Glockenturm angeordnet. Ein gedrückter Bogen ist flacher als ein deutlich höher aufsteigender Rundbogen; die Formulierung bezieht sich auf das Bogenprofil. Die südliche Seitenwand gibt die Lage des Portals am Baukörper an, der Glockenturm den vertikalen Bezug darüber. Der Eingang ist damit in einer klar bestimmten Kombination aus Himmelsrichtung, Portalform und Turmposition gefasst. Ein Portal bezeichnet den gestalteten Eingangsbereich eines Baus und nicht nur die Wandöffnung. Beim gedrückten Bogen liegt die Wölbung näher an der Waagerechten als bei einem Rundbogen. Die Himmelsrichtung und die Lage unter dem Turm ergänzen die Profilangabe um zwei räumliche Bestimmungen. An dieser Stelle treffen Wandlage, Bogenprofil und Turmbezug in einer einzigen Bauanordnung zusammen. Die südliche Seitenwand markiert die Seite des Baukörpers, der gedrückte Bogen seine Kontur und der Glockenturm die Lage darüber. Der Zugang gehört damit zugleich zur Wandlage, zur Bogenform und zur Turmarchitektur.

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