Turbiàs: Kirche, Dolmen, Burg und Wege
Unterkünfte in Turbiàs
Landschaft
Turbiàs liegt auf 1.223 m. Der Ort befindet sich am Osthang der Serra Plana, an einer kleinen Zusammenkunft von Bachschluchten.
Die Höhenlage und die Lage am Osthang beschreiben den räumlichen Rahmen des Ortes ebenso wie die zusammenlaufenden Bachschluchten. Turbiàs ist dadurch eng mit den Geländeformen der Serra Plana verbunden; die Landschaftsangabe gehört unmittelbar zur Einordnung des Dorfes.
File:Església de Sant Iscle i Santa Victòria de Turbiàs (Montferrer i Castellbò) - 1.jpg
Foto: Ferran Llorens via Source, CC BY-SA 2.0
Weitere Orte: Sant Serni de Llanera, La Pobla De Cérvoles, Verdú, Alguaire, Cubells, Llavorsí, La Vall De Boí und Montellà i Martinet.
Kultur
In Turbiàs steht eine bemerkenswerte Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Sant Iscle i Santa Victòria ist sie gewidmet. Als Kulturgut von lokalem Interesse, kurz BCIL, wurde sie eingestuft.
Die Kirche verbindet damit einen konkreten Ortsnamen, eine Widmung und eine zeitliche Einordnung. Ihre Einstufung als BCIL gehört zur Beschreibung von Sant Iscle i Santa Victòria und kennzeichnet den lokalen kulturhistorischen Rang des Bauwerks.
Eine Burg ist in Turbiàs seit 1159 belegt. Die Burg von Turbiàs war eine der Festungen der Vizegrafschaft Castellbò. Sie lag im gleichnamigen Verwaltungsbezirk.
Die Burg gehört somit zur überlieferten Geschichte von Turbiàs und zugleich zur Verwaltungsgeschichte der Vizegrafschaft Castellbò. Die Jahreszahl 1159 markiert dabei den frühesten genannten Beleg, während die Zuordnung zu den Festungen und zum Verwaltungsbezirk ihre historische Einbindung beschreibt.
Der Dolmen de Turbiàs ist ein bemerkenswert großer Megalith. Sein Typ gehört zu den Pyrenäenkammergräbern. Erhaltene Reste eines Grabhügels ergänzen den Befund. Auf der Deckplatte befinden sich neun Votiv- oder Ritualschälchen.
Beim Dolmen treffen mehrere sichtbare Bestandteile zusammen: die große steinerne Anlage, die Einordnung als Pyrenäenkammergrab, die erhaltenen Reste des Grabhügels und die neun Schälchen auf der Deckplatte. Die Bezeichnung Votiv- oder Ritualschälchen lässt dabei beide überlieferten Deutungen offen.
Von Turbiàs aus ist der Dolmen in Richtung Sant Joan de l’Erm erreichbar. Wenn Sie ihn aufsuchen, beginnt der Zugang etwa 100 Meter vom Dorf entfernt an einer scharfen Kurve.
Wege
Der Camí vell de Castellbò a Sant Joan de l’Erm führt über den Coll de Llei nach Turbiàs und Castellbò. Ein großer Teil dieses Weges stimmt mit dem Abschnitt des Camí de l’últim càtar zwischen Castellbò und Sant Joan de l’Erm überein.
Der Camí de l’Últim Càtar führt von den Wäldern von Pallerols bergab in Richtung Turbiàs und Castellbò. Die genannten Wege tragen damit unterschiedliche Namen, während der beschriebene Abschnitt des Camí vell de Castellbò a Sant Joan de l’Erm mit einem Teil des Camí de l’últim càtar übereinstimmt.
Für die Wege sind damit mehrere benannte Punkte festgehalten: die Wälder von Pallerols, der Coll de Llei sowie Turbiàs, Castellbò und Sant Joan de l’Erm.
Ortsrand
Am Ortsrand von Turbiàs befindet sich ein großer Steinhaufen mit möglichen Hinweisen auf eine Struktur. Es lässt sich jedoch nicht bestätigen, dass es sich dabei um die Überreste der Burg von Turbiàs handelt.
Die Ortsrandstruktur und die historisch belegte Burg sind daher getrennt zu betrachten. Der Steinhaufen bleibt ein Hinweis auf eine mögliche Struktur, ohne dass daraus ein bestätigter Zusammenhang mit der Burg abgeleitet werden kann.
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