Valcebollère zwischen Schieferpfaden und Berglandschaft

Weitere Reiseziele: Ria-Sirach, Saint-Paul-De-Fenouillet, Saint Cyprien, Fuilla, Montesquieu-Des-Albères, Maury, Palau-Del-Vidre und Pas De La Casa.

Berglandschaft

Valcebollère liegt am Ende des Vanéra-Tals in einer von Stein geprägten Berglandschaft auf über 1.500 Metern Höhe. Die Landschaft und die Bauwerke greifen dieses Material mehrfach auf: Schiefer erscheint an den alten Abbaustätten, an den Dächern und an den Wänden der Église Saint-Félix. Von Valcebollère aus gibt es außerdem Ausblicke auf das Cerdagne-Tal. Schiefer prägt damit sowohl die Spuren früherer Arbeit als auch die historische Bausubstanz.

Wandern und Wege

Valcebollère ist ein Ausgangspunkt für zahlreiche Spaziergänge und Wanderungen. Eine anspruchsvolle Ausprägung davon ist die Wanderung PR 98 – Col de Queralps: Sie ist 14,2 Kilometer lang, dauert 6 Stunden und 45 Minuten und ist eine sehr schwierige Rundwanderung in Valcebollère. Die Strecke führt zum Grenzstein 506 und bietet ein Panorama auf die Cerdagne und Spanien. Für diese Wanderung stehen GPX- und KML-Dateien zum Export auf ein GPS-Gerät oder ein anderes Navigationsgerät zur Verfügung. Die Dateien lassen sich vor einer Tour auf das gewählte Gerät übertragen und die Navigation mit der geplanten Wanderung abgleichen. Für Touren mit digitaler Streckenführung gehört außerdem dazu, die aktuellen Routenbedingungen und die Funktionsbereitschaft des Navigationsgeräts zu prüfen. Die angegebene Dauer markiert den zeitlichen Rahmen für die Tourplanung.

Auch kürzere oder anders angelegte Wege greifen die Landschaftsgeschichte auf. Die Nordic-Walking-Strecke Nr. 3 „Discover the slate quarries“ führt bis zum Fuß alter Schieferbrüche. Der dort gewonnene Schiefer wurde für die Häuser des Dorfes und für Dächer in der gesamten Cerdagne verwendet. Auf dem Wanderweg der Schieferbrüche sind weiterhin Überreste der früheren Abbaustätten zu sehen, darunter Unterstände der Schieferarbeiter und mit Schiefersplittern übersäte Terrassen. Schiefer begleitet auf dieser Strecke den Weg von den früheren Abbaustätten bis in die gebaute Dorfgeschichte.

2 „El camino de San Bernabé“ beginnt in Valcebollère und kann bis zur Kapelle San Barnabe verlängert werden. Die Strecke ergänzt den Weg zu den Schieferbrüchen und die lange PR 98 um ein weiteres benanntes Ziel.

Geschichte und Baukultur

Der Chemin de la Retirada ist ein Erinnerungsweg mit sechs Tafeln. Er führt von Valcebollère bis zum spanischen Grenzstein 505 und zeichnet die Flucht spanischer Flüchtlinge nach. Die Wegführung verbindet den Ausgangspunkt im Dorf mit einem konkreten Grenzzeichen und einer Geschichte, die über die Berglandschaft hinausweist.

Zur historischen Gestalt des Ortes gehört auch die Église Saint-Félix. Sie wird seit dem 13. Jahrhundert erwähnt und wurde 1219 geweiht. Das Gebäude ist einschiffig; seine Wände und Dacheindeckungen bestehen aus Schiefer. Zusammen mit den ehemaligen Schieferbrüchen erscheint der Baustoff hier nicht nur als Spur früherer Arbeit, sondern auch als sichtbarer Bestandteil eines sakralen Bauwerks.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pyrénées-Orientales.

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