El Catllar – Burg, Gaià und historische Wege
File:Interior Sant Joan Baptista (el Catllar) 02.jpg
Foto: Jordi Gili via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
El Catllar empfängt Sie mit einer Burg, die auf einem Hügel mit Blick auf eine Flussschleife des Gaià steht. Geschichte, Landschaft und Wege liegen hier in eng miteinander verbundenen Motiven vor.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Ziele
Weitere Orte, die Sie von dieser Seite aus aufrufen können, sind El Montmell, Nulles, L'aleixar, El Rourell, Pira, Castellvell Del Camp, Vila-Seca De Solcina und Forès.
Kultur und Geschichte
Die Burg von El Catllar steht auf den Überresten einer befestigten Siedlung aus der Eisenzeit, die auf das 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr. datiert wird. Sie entwickelte sich aus einer frühen Mauer und einem frühen Turm; vor allem zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert kamen weitere Bauteile hinzu. Ihre spätere Gestalt umfasste einen Graben, einen dreieckigen Grundriss, einen ummauerten Umfang mit zwei Türmen an der Hauptfassade und einen zentralen Innenhof. Die Burg ist Teil der von der Generaldirektion für Tourismus der Generalitat de Catalunya geförderten Ruta de los castillos de frontera.
Der Ortskern von El Catllar war bereits vor 1340 von einer Mauer mit drei Toren umschlossen: dem Brunnen-, dem Hospital- und dem Tarragona-Tor. Die Església de Sant Joan Baptista wurde an der Stelle eines früheren romanischen Gotteshauses errichtet; die Bauarbeiten begannen 1776, 1790 wurde die Kirche geweiht. Sie weist einen klassizistischen Stil mit einigen barocken Elementen auf.
L’Agulla ist ein 12 Meter hohes, spindelförmiges Bauwerk aus Stein und Kalkmörtel sowie ein hydraulisches Ingenieurbauwerk, das vermutlich den Druck in den Wasserleitungen regulierte. Die Ermita de Sant Ramon wurde 1603 errichtet und während des Ersten Karlistenkriegs zu einem befestigten Ort umgewandelt. Heute ist sie Sitz des Centre d’Interpretació del Gaià.
La fàbrica produzierte bis 1912 Papier, wurde danach zu einer Textilfabrik und beherbergte von 1914 bis 1972 ein Elektrizitätswerk. Der Pont del ferrocarril ist ein im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts errichtetes Bauwerk der Ingenieurbaukunst; er sollte den Fluss Gaià auf einer heute stillgelegten Eisenbahnstrecke überqueren. Molí d’en Fortuny ist ein Bauernhaus, das auf einer ehemaligen Getreidemühle errichtet wurde, die seit dem 14. Jahrhundert belegt ist.
Auf der Plaça de la Vila, die als „la Raval“ bekannt ist, findet jeden August eine Castells-Diada statt.
Natur
In der Nähe des Ortszentrums von El Catllar liegt neben der ehemaligen Papierfabrik ein Feuchtgebiet, das für die mediterranen Lebensgemeinschaften des Binnenlands repräsentativ ist.
Wege
Der „Itinerario saludable por el río Gaià“ ist 1,1 Kilometer lang und führt über zwei Stege von der Torre d’en Guiu bis zur alten Eisenbahnbrücke; er gilt als für ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätsproblemen geeignet. Die Ruta Vermella – Camí a Sant Simplici führt von der Burg von El Catllar nach Sant Simplici und verbindet Landschaft und Geschichte als thematischen Schwerpunkt. Die Ruta Rosa – Camí fondo de Mas Pasqual führt über alte Wege mit Resten der sie säumenden Trockensteinmauern und durch einen Bereich des Gemeindegebiets von El Catllar mit besonders hoher Dichte an Bauernhäusern.
Die Ruta groga – Alts de la Bassa Closa führt durch eine landwirtschaftlich geprägte Trockengebietslandschaft mit bedeutenden verfallenen Bauernhäusern, bewirtschafteten und brachliegenden Feldern sowie verstreuten Beständen von Aleppo-Kiefern. Auf der Ruta blava – Itinerari per la conca del Gaià lässt sich an der Staumauer des Gaià-Stausees die Vogelwelt beobachten. Unterschiedliche Weglängen, Themen und Landschaftsbilder geben Ihnen eine Grundlage, die Optionen für die eigene Planung zu vergleichen. Im Baix Gaià lässt sich das Netzwerk der Burgen über ein Wegenetz erkunden, das die einzelnen Burgen miteinander verbindet.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.