Tortosa entdecken: Renaissance, Ebro und Schokoladentradition

File:Tortosa (town view).jpg File:Tortosa (town view).jpg Foto: Hans Hillewaert via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

In Tortosa bilden die Reials Col·legis das bedeutendste Renaissanceensemble Kataloniens. Für Besucher, die Kultur über Bauwerke, Epochen, Stadtbild und handwerkliche Herstellungsprozesse kennenlernen möchten, liegen hier unterschiedliche Themen nah beieinander. Die Schwerpunkte lassen sich nach Interesse ordnen: Renaissance und Stadtgeschichte, Ausblicke und historische Viertel oder Besichtigungen rund um Olivenöl und Schokolade.

Zur weiteren Orientierung können Sie auch El Raval De Jesús, Arnés, Els Guiamets, Prat De Comte, El Montmell, Guialmons, Ulldemolins und Renau aufrufen.

Die Auswahl bleibt damit an den eigenen Reiseplan gebunden, während die inhaltlichen Schwerpunkte des Ortes unabhängig davon betrachtet werden können.

Kultur und Geschichte

Die Església de Sant Domènec beherbergt seit 2008 das Centre d'Interpretació del Renaixement. Die Dauerausstellung des Museu de Tortosa verfolgt die Geschichte der Stadt und ihres Gebiets von der Vorgeschichte bis zum 20. Jahrhundert und behandelt unter anderem die iberische, römische, andalusische und mittelalterliche Epoche.

Auf dem Suda-Hügel belegen archäologische Ausgrabungen iberische und römische Überreste, bevor die Festung im 10. Jahrhundert zu einer andalusischen Alcazaba umgestaltet wurde. Wer historische Zusammenhänge Schritt für Schritt betrachtet, kann hier unterschiedliche zeitliche Ebenen nebeneinander einordnen, ohne sie zu einer einzigen Epoche zu verkürzen.

Stadtbild und Landschaft

Die Burg von la Suda steht am höchsten Punkt der historischen Altstadt von Tortosa und bietet Ausblicke auf die Stadt, den Ebro und die umliegende Landschaft in Richtung Ebrodelta und Ports-Massiv. Von der Torre del Célio bietet sich ein Panoramablick über den Stadtteil Remolins.

Das jüdische Viertel von Tortosa hat seine Straßenstruktur und einige historische Ortsnamen bis heute nahezu unverändert bewahrt. Die Puente Rojo ist eine als Fuß- und Radweg sanierte ehemalige Eisenbahnbrücke, über die der Ebro überquert werden kann.

Für die persönliche Planung unterscheiden sich diese Orte klar nach Blickrichtung und Bewegungsform: Aussichtspunkte, ein historisch bewahrtes Viertel und die Querung des Flusses setzen jeweils eigene Akzente.

Olivenöl und Schokolade

Für Besichtigungen der Casa de l’Olivera ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Bei den geführten Besichtigungen können Sie den Olivenanbau, die im Laufe der Zeit verwendeten Werkzeuge und Techniken, die Ernte und die Verarbeitung der Oliven bis zur Gewinnung von Olivenöl kennenlernen.

Bei C.R.E.O. umfasst der Fabrikbesuch eine Erläuterung der Welt der Schokolade durch Xavi Benet, eine Schokoladentafel und zwei Verkostungen. C.R.E.O. stellt seine Schokolade weiterhin mit denselben Maschinen her, die Herr Benet zu Beginn des Betriebs gekauft hat.

Die beiden Besichtigungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Casa de l’Olivera führt vom Anbau über die Ernte zur Verarbeitung, während der Fabrikbesuch Schokolade, Erläuterung, Tafel und Verkostungen miteinander verbindet.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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