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Sant Martí Sesgueioles: Via Verda und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Sant Martí Sesgueioles

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sant Martí Sesgueioles liegt auf den sanften Hängen eines kleinen Tals am Rand der letzten Stufen zum Hochland der Segarra. In diesem Tal befindet sich eines der Quellgebiete des Flusses Anoia, der den Ort durchquert.

File:Portal carrer Vell Sant Marti Sesgueioles.jpg File:Portal carrer Vell Sant Marti Sesgueioles.jpg Foto: Angela Llop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Natur

Durch die Gemeinde verläuft der Torrent de la Guàrdia. Sein Abschnitt wurde als Via Verda für die Freizeitnutzung umgestaltet; ein überflutbarer Weg erleichtert dort das Spazierengehen.

Kultur

Das älteste Stadtgefüge entstand am Fuß des Tossal del Puig rund um den Carrer Vell, den Carrer Roser, den Carrer Pati und den Carrer Portal. Zu den markanten historischen Bauwerken gehört Cal Dalmases, ein Palaishaus aus dem 16. Jahrhundert und ehemaliger Wohnsitz der aus Sant Martí stammenden Adelsfamilie Dalmases. Das Haus bewahrt ein originales Steinfenster mit einer eingemeißelten Girlande sowie einen Türsturz mit dem eingemeißelten Wappen der Familie Dalmases.

Die heutige Gestalt des Campanar stammt aus dem Jahr 1708, als der Baumeister Joan Reinald den Glockenturm um neunundzwanzig Palmos erhöhte. Der Campanar steht als freistehender Glockenturm getrennt von der heutigen Kirche, nachdem die frühere Kirche im 18. Jahrhundert abgerissen und eine neue Kirche in der Ortsmitte errichtet worden war. Die Pfarrkirche von Sant Martí wurde zwischen 1779 und 1783 errichtet: Der Grundstein wurde am 6. Juni 1779 gelegt, der Bau 1783 vollendet. Im Inneren handelt es sich um ein einschiffiges Gebäude mit vier Kapellen auf jeder Seite und Emporen auf Höhe des Chors.

Die Voltes del carrer Vell umfassen einen spätgotischen Bogen aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Der Durchgang war im Mittelalter eines von drei oder vier Eingangstoren zur Stadt. Die heutige Capella de Sant Valentí wurde am 29. August 1689 über den Ruinen einer früheren romanischen Kirche begonnen. Etwa 300 Meter südöstlich der Kapelle befinden sich mittelalterliche, in den Fels gehauene anthropomorphe Gräber.

Eine archäologische Untersuchung im Jahr 2021 bestätigte den historischen Standort der Burg Castell de Vilallonga und identifizierte die Überreste eines Rundturms. Auch kleinere Zeugnisse der Ortsgeschichte sind überliefert: Font d’Emili Donadeu ist ein steinerner Brunnen mit ornamentalen Details auf dem nach ihm benannten Platz und noch recht gut erhalten.

Font del Cargolet ist eine unter einem bewirtschafteten Feld neben dem Torrent de la Guàrdia angelegte Quellmine mit einer steingewölbten Galerie und einer Wasserleitung im Inneren. Dem Font del Cargolet wird außerdem ein Wasserbecken zugeschrieben, in dem vermutlich die in Cal Fontanet hergestellten Wolldecken gewaschen wurden. Diese Nutzung beruht auf einer mündlichen Überlieferung; wegen dichter Vegetation ist das Wasserbecken heute nicht zugänglich. La Fàbrica war eine ehemalige Deckenfabrik und dient heute als kommunales Sozial- und Mehrzweckzentrum des Ortes.

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Anoia Patrimoni organisiert geführte Besichtigungen des Kultur- und Geschichtserbes. Dazu gehört ein Angebot zu Sant Martí Sesgueioles mit dem Titel „una vida moderna amb arrels medievals“.

Feste und Alltag

Caramelles ist eine lebendige lokale Tradition und findet am Ostersonntagvormittag statt. Die Festa Major d'estiu ist ein viertägiges Sommerfest am Wochenende nach dem 15. August mit Tänzen, Menschentürmen, Spielen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen für alle Altersgruppen.

Mit Margaridó ist außerdem eine tragische lokale Legende verbunden, deren Handlung in Sant Martí Sesgueioles angesiedelt ist und die auf einem Gedicht von Apel·les Mestres beruht. Die erste szenische Aufführung von Margaridó fand 2018 statt. Zu den kommunalen Einrichtungen gehören Schwimmbäder mit einem Frontón-Platz sowie eine Freizeitzone mit Grillplätzen.

Anreise

Der Bahnhof von Sant Martí Sesgueioles liegt am westlichen Rand des Siedlungsgebiets an der Strecke Zaragoza–Lleida–Manresa–Barcelona, bei Kilometerpunkt 262,4. Der Zugverkehr erreichte Sant Martí Sesgueioles 1860 mit der Inbetriebnahme des Abschnitts Manresa–Lleida.

Weitere Orte

Weitere Ortsnamen im Überblick: Súria, Puigdàlber, Fals, Sant Feliu Sasserra, Sant Adrià De Besòs, Sant Pere De Riudebitlles, Premià De Dalt, Sant Andreu De Llavaneres.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.

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