Aiguaviva zwischen Geschichte und Kraterlandschaft
File:Can Garrofa d'Aiguaviva.jpg
Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur
La Crosa de Sant Dalmai besitzt mit 1.250 Metern den größten Krater der Iberischen Halbinsel und zählt zu den größten Kratern Europas. Das Gebiet ist in den PEIN-Plan für Gebiete von natürlichem Interesse in Katalonien aufgenommen. Es liegt zwischen den Ortschaften Aiguaviva, Estanyol und Sant Dalmai. Aiguaviva ist von einer sehr flachen Landschaft mit dem Fluss Güell, kleinen Hügeln, bewirtschafteten Feldern sowie Korkeichen- und Pinienwäldern geprägt.
Weitere Ziele auf dieser Übersicht: Les Pereres, Forallac, Ripoll, Pont De Molins, Sant Martí D'empúries, El Cros, Cabanelles und Camós.
Wege
Von Girona aus führt der Zugang zur La Crosa de Sant Dalmai über die GI-533 in Richtung Santa Coloma de Farners bis zur Kreuzung mit der GI-540. Aiguaviva liegt am siebten Kilometer der Straße GI-533 von Girona nach Santa Coloma de Farners. Eine in Aiguaviva beginnende Wanderroute führt bis zum Krater von La Crosa. Eine Wanderroute von Aiguaviva ist insgesamt 6,95 km lang.
Geschichte
Die Pfarrei Sant Joan gilt als Keimzelle des alten Ortskerns von Aiguaviva und ist seit 1246 dokumentiert. Eine Sehenswürdigkeit aus Kirche und historischem Ortskern umfasst ein Gebäude romanischen Ursprungs. Das ehemalige Schloss Vilademany, heute Mas Forroll, ist seit dem 1. März 948 dokumentiert.
Bauwerke
Die Kapelle Mare de Déu de Vilademany ist ein Gebäude romanischen Ursprungs, bestand bereits 1116 und liegt etwa 2,5 km südöstlich vom Ortskern Aiguavivas. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Alabasterbild der Mare de Déu de Vilademany wird aus Sicherheitsgründen in der Sakristei der Pfarrkirche Sant Joan d’Aiguaviva aufbewahrt.
Die Fassade der romanischen, heute an Mas Forroll angebauten Kapelle Sant Jaume wurde im 16. Jahrhundert erneuert. Die Kapelle Sant Jaume war von 1936 bis 1989 ohne Gottesdienst; 1989 wurde sie restauriert und instand gesetzt.
El Temple war das ehemalige Haus der Templerkomturei von Aiguaviva. Die Fassade von El Temple trägt zahlreiche Kreuze des ehemaligen Militärordens, Wappen und gemeißelte Inschriften. El Temple ist ein erhaltenes Herrenhaus aus der Hospitaliterzeit, ein Gebäude des 16. Jahrhunderts mit späteren Veränderungen und einer angebauten Kapelle Santa Magdalena. Die Komturei von Aiguaviva war eine vorwiegend landwirtschaftliche Einrichtung und verfügte über eine der heiligen Magdalena geweihte Kapelle. Das Monument zu Sant Dalmau wurde vom Künstler Isaac d’Aiguaviva geschaffen.
Feste und Überlieferungen
Die Festa del Roser findet traditionell am ersten Sonntag im Mai statt und umfasst einen Volksmarsch sowie ein gemeinsames Essen. Die Festa dels Templers und die Sant-Joan-Mittsommerfeier finden zu Sant Joan statt und umfassen einen Markt für traditionelle Handwerke, Ausstellungen, verschiedene Darbietungen und ein Festessen.
Die historische Identität Aiguavivas ist mit der überwiegend landwirtschaftlichen Nutzung von Trockenfeldern für Getreide, Hülsenfrüchte und Melonen verbunden. Der lokalen Legende zufolge saß der spätere heilige Dalmau Moner während seines Fußwegs zwischen Girona und Santa Coloma de Farners auf der Pedra Dalmau.
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