La Pera zwischen Mittelalter, Púbol und Les Gavarres

La Pera verbindet einen mittelalterlich geprägten Ortskern mit markanten Felsformationen und den Wäldern der Les Gavarres. Schon vom Fuß des Hügels aus sind die Felsen gut sichtbar. Im Ort bewahrt sich ein mittelalterlicher Grundriss mit engen, steilen Gassen, von denen einige von Gewölben überdeckt sind. Viele Häuser zeigen verzierte Dachtraufen und weitere alte Bauelemente aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Kultur

Am höchsten Punkt des Ortskerns steht die Pfarrkirche Sant Isidor de la Pera. Sie wurde ab dem späten 16. Jahrhundert im Verlauf des 17. Jahrhunderts im gotisch-renaissancezeitlichen Stil errichtet. Ihr Turm besitzt gotische Maßwerkarkaden und geschnitzte Wasserspeier. Zu den Überresten der 1273 urkundlich erwähnten Festung von La Pera gehört ein großes Fragment der Befestigungsmauer.

Púbol und seine Bauwerke

Das nahe gelegene Púbol liegt 1 km südlich von La Pera am rechten Ufer des Bachs Riera de Púbol. Die Kirche Sant Pere in Púbol ist ein gotischer Bau, der 1327–1341 neben dem Schloss errichtet wurde. Im nahe gelegenen Castell Gala Dalí ist der Innenrundgang frei begehbar und als Einbahnroute von Raum 1 bis Raum 10 angelegt.

Zum Castell Gala Dalí besteht derzeit keine öffentliche Verkehrsverbindung zum Ortszentrum. Der Bahnhof von Flaçà liegt 5 km von Púbol entfernt; dort kann ein Taxi zum Schloss genommen werden. So stehen bei der Planung unterschiedliche kulturelle Ziele und klar voneinander abgegrenzte Weg- und Besichtigungsangaben nebeneinander.

Romanische Spuren

Die romanischen Wandmalereien aus Sant Andreu de Pedrinyà werden im Museu d’Art de Girona aufbewahrt und auf das 12. oder den Beginn des 13. Jahrhunderts datiert. Die Wandmalerei von Pedrinyà gilt als das am besten erhaltene Beispiel romanischer Malerei im Baix Empordà. In Pedrinyà wird am letzten Sonntag im November das Fest zu Ehren des heiligen Andreas gefeiert.

Natur

Im westlichen und nordwestlichen Teil der Gemeinde La Pera wachsen für Les Gavarres charakteristische Kiefern- und Steineichenwälder. Riuràs bildet auf einem Absatz an den Hängen der Les Gavarres eine kompakte Ansiedlung von Bauernhäusern, umgeben von Kiefern- und Steineichenwäldern. In Riuràs steht Can Negre, ein Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert mit floralen Verzierungen in Dreiecken an den Türstürzen. Westlich von Riuràs befindet sich die kleine Kapelle Sant Rafael aus dem 17. Jahrhundert.

In La Pera gibt es außerdem Überreste vulkanischer Aktivität. Die Verbindung aus Waldlandschaften, historischen Siedlungsspuren und geologischen Besonderheiten eröffnet verschiedene thematische Schwerpunkte, ohne dass sie zu einem einheitlichen Ausflugsablauf verbunden werden müssen.

Feste und lokale Küche

Für die Festa Major von La Pera waren 2025 vom 13. bis 15. Juni und 2026 vom 29. bis 31. Mai jeweils drei Festtage vorgesehen. Die Festa Major von La Pera 2026 umfasst eine Messe mit Cobla-Begleitung, zwei Sardanas auf dem Platz sowie ein abschließendes Konzert und einen Tanzabend mit der Orquestra Selvatana.

Zur lokalen Tradition gehört die Cargolada de La Pera: ein gemeinschaftliches Schneckenessen mit getrockneten Schnecken, die mit Aioli und Tomatensauce serviert werden.

Radroute

Die Radrundroute La Pera–Corçà–Monells–Madremanya beginnt am Rathaus von La Pera. Rote Wegweiser dienen der Streckenverfolgung. Die Route verbindet landwirtschaftlich genutzte Felder mit Waldlandschaften.

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