Llívia – Enklave, Burg und römisches Forum
Llívia ist aufgrund des Pyrenäenvertrags von 1659 und späterer Verträge eine territoriale Enklave innerhalb der Französischen Republik. Diese besondere politische Geografie bildet den Auftakt zu einer Ortsgeschichte, die an klar benannten Orten sichtbar wird.
Kultur und Geschichte
Das historische Zentrum von Llívia entwickelte sich rund um eine antike römische Straße der Cerdanya, die am Fuß des Burghügels parallel zum Fluss Segre verlief; geprägt wird der Ortskern von der Kirche.
Das Museu Municipal de Llívia befindet sich im Rathaus gegenüber der Kirche.
Santa Maria dels Àngels ist eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert im katalanisch-gotischen Stil, mit einem massiven Glockenturm und einem Renaissanceportal, das von zwei Türmen flankiert wird.
Sie wurde über einem älteren romanischen Gebäude und über dem Forum der früheren römischen Stadt errichtet. Im Inneren befinden sich mehrere bedeutende Beispiele religiöser beweglicher Kunst.
Die zeitliche Einordnung der Bau- und Grabungsbefunde reicht vom Forum aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. über die Burganlage des späten 13. Jahrhunderts bis zur Kirche aus dem 16. Jahrhundert. So unterscheiden sich die Zeugnisse nicht nur durch ihre Funktion, sondern auch durch die Epoche, aus der sie stammen.
Geschichte und Archäologie
Das Forum of Iulia Libica ist eine archäologische Stätte im oberen Teil von Llívia neben der Kirche und dem Museum.
Das Forum of Iulia Libica wurde im 1. Jahrhundert v. errichtet und ist derzeit das einzige in den Pyrenäen entdeckte römische Forum.
Die Burg von Llívia bietet Panoramablicke über das Cerdanya-Tal. Die archäologische Forschung hat auf der Burg eine Burganlage aus dem späten 13. Jahrhundert mit einem Bergfried, Gräben und zwei ummauerten Anlagen entdeckt, die die Bevölkerung schützten.
Erinnerungen und Anreise
Ein weiteres historisches Detail ist mit der Farmàcia Esteve de Llívia verbunden: Sie blieb 23 Generationen lang in derselben Familie. Die lange familiäre Kontinuität setzt einen eigenen Akzent neben den archäologischen und baulichen Zeugnissen.
Die 23 Generationen verweisen dabei auf eine andere Form historischer Dauer als Kirche, Forum und Burg: Nicht ein Bauwerk oder eine Ausgrabungsstätte steht im Mittelpunkt, sondern die Weitergabe innerhalb derselben Familie.
Zu den öffentlichen Verkehrsanbindungen nach Llívia gehören ALSA-Busse von La Seu d’Urgell über Puigcerdà sowie von Barcelona über Puigcerdà. Für die Planung lassen sich diese beiden Verbindungen nach dem Ausgangsort unterscheiden: Eine beginnt in La Seu d’Urgell, die andere in Barcelona; beide führen über Puigcerdà.
Die beiden genannten Busverbindungen unterscheiden sich damit beim Ausgangspunkt, während die Weiterleitung über Puigcerdà in beiden Fällen gleich angegeben ist. Für die Anreise ist somit vor allem der eigene Startort das relevante Unterscheidungsmerkmal.
Weitere Orte: Palau De Santa Eulàlia, Fortià, Toses, Espinavessa, Canet D'adri, Ullastret, Torrent, Santa Cristina De Aro
Für einen Aufenthalt in Llívia lassen sich Hotels anhand von Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen einordnen. Der Reisezeitraum markiert den gewünschten Rahmen, die Zimmerkategorie beschreibt die gewählte Option, und die Stornierungsbedingungen machen den Umgang mit möglichen Änderungen vergleichbar.
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