Pelacalç – Burgreste, Bauernhäuser und Santa Maria de l’Om

File:Can Pico - Pelacalç.jpg File:Can Pico - Pelacalç.jpg Foto: Lamontse via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geschichte und Ortsbild

Pelacalç ist ein kompakter Weiler, der aus wenigen Bauernhäusern und der Capella de l’Assumpta besteht. Die Capella de l’Assumpta ist heute zu einem Wohnhaus umgebaut. Die heutige Siedlung entstand im Zusammenhang mit der Zerstörung der Burg von Pelacalç während des Aufstands der Schnitter. Über den Überresten dieser Burg wurden die Bauernhäuser von Pelacalç im 16. und vor allem im 17. Jahrhundert errichtet. So begegnen sich im heutigen Ortsbild die Spuren einer früheren Befestigung und die bäuerliche Bebauung späterer Jahrhunderte unmittelbar in denselben Gebäuden und Mauern.

Kultur

Die Burg von Pelacalç ist seit Beginn des 14. Jahrhunderts urkundlich belegt. Eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1227 erwähnt einen Ramon de „Pelacals“. Im 16. Jahrhundert war die Burg von Pelacalç Eigentum der Familie Margarit, bevor sie während des Aufstands der Schnitter zerstört wurde. Während des Aufstands der Schnitter im Jahr 1640 brannten kastilische Truppen die Burg von Pelacalç und die Kirche von Pelacalç nieder und plünderten sie. Diese historischen Einschnitte erklären, warum heute vor allem einzelne Mauerreste und in die spätere Bebauung einbezogene Bauteile vom früheren Burgplatz zeugen.

Von der Carrer de Can Picó aus sind für Sie Überreste der Burgmauer von Pelacalç sichtbar. Ein kurzer erhaltener Mauerabschnitt der Burg von Pelacalç bildet mit einem weiteren Mauerfragment einen Winkel. An diesem Mauerwinkel sind der Ansatz eines überwölbten Durchgangs und möglicherweise die Reste eines Festungsportals zu sehen.

Mehrere Wappen wurden an den Wänden von Can Costal entdeckt; bislang sind diese Wappen nicht untersucht. Can Picó besitzt ein gotisch-renaissancezeitliches Fenster. Can Joanmiquel, heute Can Saló, gehört zu den ältesten Bauernhäusern in Pelacalç. Can Mallol gehört zu den bemerkenswerten Bauernhäusern von Pelacalç. Die Capella de l’Assumpta wurde teilweise aus Steinen der Burg von Pelacalç errichtet. Dadurch bewahren die Häuser und die Kapelle nicht nur unterschiedliche Bauformen, sondern auch sichtbare Bezüge zur Vergangenheit des Weilers.

Landschaft

Das Ufergebiet des Fluvià reicht bis zu den ehemaligen Feuchtgebieten von Pelacalç. Santa Maria de l’Om liegt inmitten der Ebene nahe Pelacalç. Santa Maria de l’Om liegt 1 Kilometer nordöstlich von Pelacalç. Heute ist Santa Maria de l’Om ein Marienheiligtum beziehungsweise eine Einsiedelei und gehört zur Pfarrei Sant Sadurní de Montiró. Die erhaltenen romanischen Elemente lassen auf einen Bau aus dem 11. Jahrhundert schließen. Santa Maria de l’Om war die frühere Pfarrkirche des Weilers Pelacalç.

Wege

Das historische Aplec de la Mare de Déu de l’Om wurde am 15. August gefeiert. Zwischen Pelacalç und Montiró zweigt von der Straße ein guter Weg zu Santa Maria de l’Om ab. Durch Pelacalç führt die Straße von Viladamat nach Castelló d’Empúries. Damit treffen am Weiler historische Verbindungen, die Ebene am Fluvià und die Wege zur früheren Pfarrkirche zusammen, ohne dass Santa Maria de l’Om seine eigenständige Funktion als Heiligtum und Einsiedelei verliert.

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