Ventalló zwischen Terraprim und Fluvià
Ventalló bildet einen Übergangsraum zwischen den Wäldern des Terraprim und der Landwirtschaft der Ebene. Das Gebiet folgt dem Ufer des Fluvià bis zu den ehemaligen Feuchtgebieten von Pelacalç. So treffen hier unterschiedliche Landschaftsräume aufeinander, während Geschichte und Wasser an mehreren Orten eng miteinander verbunden sind.
Natur und Wasser
Els Gorgs de Valveralla sind künstliche Seen, die derzeit für Wasserski genutzt werden. An diesen Seen hat das Wasserskizentrum Xavi Mill seinen Sitz. Das konkrete Nebeneinander von Ufer, Ebene und Wald zeigt sich damit nicht nur in der Landschaft, sondern auch in einer benannten Wassersportanlage.
Geschichte
Im Gebiet von Ventalló gibt es seit der Jungsteinzeit Siedlungen. Dokumentierte archäologische Fundstätten reichen von der Zeit des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 8. Jahrhundert. Auch die traditionellen Ortskerne der Gemeinde Ventalló sind seit dem 10. und 11. Jahrhundert dokumentiert und gehörten zur Grafschaft Empúries. Im 10. Jahrhundert wurde Ventalló als Burg dokumentiert.
Historische Spuren und Kunst
Im historischen Ortskern von Ventalló sind Spuren der früheren Mauer und mehrere Türme in den Innenhöfen der Carrer del Mar erkennbar. Die Casa del Delme bewahrt den Verlauf eines Teils des früheren Burgperimeters von Ventalló; von der Plaça Major sind dort Schießscharten sichtbar.
Can Perramon ist ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das einst die Residenz der Herren von Ventalló war. Heute beherbergt Can Perramon die Fundació Perramon. Die Fundació Perramon in Ventalló ist ein Museum mit mehr als 150 Werken zeitgenössischer Kunst, vor allem Gemälden und Skulpturen.
Dörfer und Bauwerke
In dem Ort sind Reste der früheren Burgmauer erhalten, die von der Carrer de Can Picó aus sichtbar sind. Die Burg von Pelacalç ist seit Beginn des 14. Jahrhunderts dokumentiert. Can Picó besitzt ein gotisch-renaissancezeitliches Fenster, und die Capella de l’Assumpta enthält Steine der Burg von Pelacalç. Can Joanmiquel, heute Can Saló genannt, ist eines der ältesten Bauernhäuser von Pelacalç.
Die Kirche Sant Vicenç im Ortskern von Valveralla stammt aus dem Jahr 1721. Can Marisch ist ein gotisch-renaissancezeitliches Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, das heute für den ländlichen Tourismus genutzt wird. Valveralla bewahrt außerdem einen kompakten Ortskern mit Gebäuden aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Santa Eugènia de Saldet ist eine kleine romanische Kirche, die im 19. Jahrhundert erweitert wurde. Can Clarà ist ein Bauernhaus aus dem Jahr 1570 mit einem Portal aus keilförmig gesetzten Türsteinen. Von der ursprünglichen Kirche Sant Sadurní de Montiró ist heute nur noch die romanische Apsis sichtbar; das Gebäude wurde grundlegend umgestaltet.
Ca l’Isern ist der frühere Palast der Familie Margarit im Zentrum von Montiró. Das heutige architektonische Ensemble von Montiró besteht aus etwa einem Dutzend Bauernhäusern rund um die Kirche Sant Sadurní. Can Bagué in Els Masos ist seit dem 16. Jahrhundert in Kirchenbüchern dokumentiert. Westlich des Ortskerns von Els Masos liegt die ehemalige Font Peregrina.
Wege und Traditionen
Saldet war seit der Antike ein Übergang, an dem eine von Fortià und el Far kommende Römerstraße den Fluss in Richtung Empúries überquerte. Die La Ventallonina beginnt und endet im Parc de la Bassa. Für Pelacalç gibt es ein Veranstaltungsprogramm zur Festa Major und zum 38. Aplec de la Mare de Déu de l’Om.
Die alte Kirche Sant Andreu in Vila-robau bewahrt im Inneren Spuren romanischer Malerei und wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert errichtet. In Ventalló wurde noch vor Ende des 10. Jahrhunderts die neue Kirche Sant Miquel über einer älteren Kirche errichtet. Das Dorffest Sopar dels Masos wird von den Bewohnern der Masos seit vielen Jahren gemeinschaftlich aufrechterhalten.
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