Vilaüt: Estany, Korkeichen und Castell

File:Pau - Castell de Vilaüt.jpg File:Pau - Castell de Vilaüt.jpg Foto: Albert Sarola Juanola via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 es

Vilaüt verbindet eine besondere Feuchtlandschaft mit Spuren einer langen Geschichte. Der Aguait de l’Estany war das erste in Katalonien errichtete Observatorium. Am Estany de Vilaüt führt ein offizieller Rundwanderweg entlang, der 2,8 km lang ist. Damit gehört eine klar bemessene Runde ebenso zum Bild des Ortes wie die offene Landschaft des Beckens.

Natur

Der Estany de Vilaüt ist durch einen Beckenbereich geprägt, dessen tiefster Teil mehr oder weniger dauerhaft überflutet bleibt. Das Wasser gehört damit nicht nur zu einem einzelnen Abschnitt des Weges, sondern bestimmt den Charakter der Landschaft. Bei Vilaüt wachsen auf einem typischen Granitaufschluss dieser Landschaft zwei große Korkeichen. Zwischen den steinigen Formen des Aufschlusses bilden sie einen schattigen Rastplatz. Die beiden Bäume verbinden so ein markantes Landschaftselement mit einem konkreten Ort zum Innehalten. Korkeichen und überfluteter Beckenbereich zeigen die unterschiedlichen Naturformen, die rund um den Estany aufeinandertreffen.

Unterwegs

Der offizielle Rundweg um den Estany de Vilaüt ist mit seinen 2,8 km als überschaubare Runde festgelegt. Wer mit Hund unterwegs ist, muss dabei eine wichtige Einschränkung beachten: Hunde dürfen nur auf der Hälfte des Weges mitgeführt werden. Auch auf diesem erlaubten Abschnitt müssen sie in jedem Fall angeleint sein.

Eine weitere Möglichkeit, den Estany zu erreichen, bietet die MTB-Route Roses–Vilaüt. Sie führt über einen flachen Abschnitt mit Teichen und Weideflächen zum See. Der Verlauf durch diese flache Landschaft unterscheidet sich damit deutlich von einer Runde, die den Estany zu Fuß umrundet. Teiche und Weideflächen prägen den beschriebenen Abschnitt der Radroute.

Die Wegangabe und die Begleitregel gehören dabei zusammen: Die Runde ist mit einer festen Länge von 2,8 km beschrieben, während die Mitnahme von Hunden nur für die Hälfte des Verlaufs gilt. Dort bleibt die Leinenpflicht ohne Ausnahme bestehen; für den übrigen Abschnitt ist die Mitnahme nicht erlaubt.

Geschichte

Das Castell de Vilaüt bewahrt die Überreste einer Festung. Zu den erhaltenen Resten gehören Teile der Umfassungsmauern sowie die Überreste eines möglichen quadratischen oder rechteckigen Turms. Die Form des Turms lässt sich dabei nicht eindeutig auf eine einzige Geometrie festlegen; möglich ist ein quadratischer oder rechteckiger Grundriss.

Möglicherweise handelte es sich beim Castell de Vilaüt um eine römische Villa am ehemaligen Estany de Castelló. Diese historische Verbindung bleibt eine Möglichkeit und bezieht sich auf den ehemaligen Estany de Castelló. Sie ergänzt die sichtbaren Festungsreste um eine zweite, nicht abschließend gesicherte Deutung des Ortes.

Vilaüt erscheint außerdem in einer mittelalterlichen Urkunde aus dem Jahr 982 unter den kleinen Siedlungen. Die Erwähnung gehört damit in einen mittelalterlichen Urkundenrahmen und ist zeitlich klar auf das Jahr 982 bezogen. Auch die Fischerei war eine traditionelle Wirtschaftstätigkeit und trug zur Entwicklung des mittelalterlichen Weilers Vilaüt bei.

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