Pau: Kulturwege, Dolmen und Feuchtgebiete
Rund um seine Kirche und den Platz gruppiert sich das Dorf Pau und erstreckt sich entlang der dorthin führenden Wege. In der Plaça Major steht die Església Romànica de Sant Martí, eine einschiffige romanische Kirche mit halbkreisförmiger Apsis.
Cal Marquès steht am Standort der mittelalterlichen Burg von Pau; das Gebäude stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert und weist ältere Elemente auf. Die alte Burg von Pau wurde zum Zentrum der Baronie Pau.
Natur
Pau gehört zu den Gemeinden, in denen das durch den PEIN geschützte Gebiet Aiguamolls de l'Alt Empordà liegt. Im nördlichen Teil der Ebene gehören die saisonal überfluteten Estanys de Pau zu den Resten des früheren großen Estany de Castelló.
„cortals, estanys i closes“ ist ein Weg durch die Ebene und zum ehemaligen See, eine Landschaft von großem Natur- und Landschaftsinteresse. Die Route führt in die Feuchtgebiete von Pau, wo sich intermittierende Teiche, Weideflächen für Kühe und Pferde sowie Bauernhäuser an den Ufern ehemaliger Seen abwechseln.
Kulturwege
„Camí de Peregrins. La Creu Blanca“ beginnt an der Kirche Sant Martí und ist ein Kulturweg auf einem mittelalterlichen Weg von Pau zur La Creu Blanca. Der Weg verläuft über einen breiten, gut gepflasterten Weg, der seit sehr langer Zeit dem Verkehr von Menschen und Vieh dient.
Die Route „Pedres i Dolmens“ umfasst verschiedene prähistorische Bestattungsstätten und kulturelle Ausdrucksformen aus der Jungsteinzeit; zugleich ist sie ein Kulturweg zum megalithischen und geologischen Erbe der Serra de Rodes. Die in Pau erhaltenen megalithischen Denkmäler zeigen, dass die Siedlungsgeschichte in dieser Umgebung bis mehrere tausend Jahre zurückreicht.
Für die inhaltliche Auswahl lassen sich die beschriebenen Wege klar unterscheiden: „Camí de Peregrins. La Creu Blanca“ verbindet den Ortskern mit mittelalterlicher Wegtradition, während „Pedres i Dolmens“ den Schwerpunkt auf prähistorische Bestattungsstätten sowie megalithisches und geologisches Erbe legt. „cortals, estanys i closes“ öffnet dagegen den Blick auf Ebene und Feuchtgebiete. So stehen Kulturgeschichte, sehr alte Siedlungsspuren und die durch Wasser, Weiden und ehemalige Seen geprägte Landschaft als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Ortsbild und Landwirtschaft
Trockenmauerwerk ist für diese Landschaft charakteristisch. Die Häuser von Pau umfassen unter anderem gewölbte Keller sowie an den Fassaden über Rundbögen angefügte Terrassen und bilden ein architektonisch besonders interessantes Ensemble.
Die landwirtschaftliche Produktion in Pau beruhte auf der mediterranen Trilogie aus Weizen, Öl und Wein. Vor der Empordàlia-Agrotienda in Pau gibt es Fahrradstellplätze und eine Bushaltestelle.
Die erhaltenen Reste des Castell de Vilaüt umfassen zwei Türme, die möglicherweise aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen, sowie Reste wassergefüllter Wehrgräben.
Weitere Ortsseiten
Vilaüt, Lloret de Mar, Selva, Flaçà, Susqueda, Celrà, Vilanova de la Muga, Sant Aniol De Finestres
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