Sant Aniol de Finestres – Serra de Finestres und romanische Kultur
Landschaft
Sant Aniol de Finestres liegt am Fuß der Felsklippen der Serra de Finestres und ist von dichten Steineichenwäldern umgeben, die die Berghänge bedecken. Der nördliche Teil des Gemeindegebiets liegt im Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa.
Geschichte und Kultur
Das Castell de Finestres ist seit 947 dokumentiert und bestand bis zu den Erdbeben von 1427 und 1428. Heute sind einige Mauern und Teile der Zisterne erhalten. Auf 960 Metern inmitten der Serra de Finestres beherrscht das Castell das Tal von Santa Pau und die Serra de Finestres und bietet Ausblicke auf die Ebene von Empordà, die Pyrenäen und das Mittelmeer.
Die Ermita de Santa Maria de Finestres ist ein einschiffiger romanischer Sakralbau. Von der ursprünglichen Struktur sind der erhöhte halbrunde Apsisbereich und das Gewölbe erhalten. Die Ermita liegt etwas mehr als 5 Kilometer von Sant Aniol de Finestres entfernt an einer Forstpiste in Richtung Mieres und ist nur zu Fuß erreichbar. Jedes Jahr findet dort anlässlich der Mare de Déu del Roser ein von den Einwohnern von Sant Aniol de Finestres organisiertes Aplec statt.
Der Roc de la Melca ist ein großer Sandsteinblock mit einem kleinen prähistorischen Abri unter seinen Überhängen, der von Menschen der Vorgeschichte genutzt wurde. Die Església Romànica de Sant Miquel de Bustins ist eine einschiffige romanische Kirche mit einer Apsis mit drei Fenstern und einem Glockengiebel. Die Iglesia de Sant Aniol de Finestres wurde erstmals 979 erwähnt und ist romanischen Ursprungs; von der ersten Bauphase sind die erhöhte halbrunde Apsis und einige Mauerabschnitte erhalten.
Bei Bauarbeiten in der Pfarrkirche von Sant Aniol de Finestres wurde 1997 unter dem Altar ein Mosaik entdeckt, das auf ein mögliches Nymphaeum, ein Heiligtum des Wasserkults, hindeutet. Die Capella de Sant Joan de les Medes ist eine kleine einschiffige romanische Kapelle mit erhöhtem Schiff und mit Stuckmalereien verziert, die architektonische Motive der Gotik imitieren und 1859 geschaffen wurden. Die Capella de la Mare de Déu de Bell-Lloc ist ein der Jungfrau Maria gewidmetes Heiligtum. Beim Nimfeu de Sant Aniol de Finestres befindet sich ein Opus-signinum-Mosaik mit weißer Tesserae-Verzierung, das möglicherweise zu einem Nymphaeum oder einem Wasserkult-Heiligtum gehörte, das an diesem Ort im 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr. genutzt wurde.
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Weitere Ziele für die Reiseplanung sind Rupià, Corçà, Palau-Sator, Llançà, La Pinya, Riumors, Cruïlles und Saus, Camallera i Llampaies:Camallera.
Wege
Der Camí de Finestres ist ein Weg nach Finestres, der direkt neben dem Restaurant Can Tura und dem Roc de la Melca beginnt. Die Route 9 zur Wallfahrtskirche Santa Maria de Finestres und zum iberischen Dorf La Palomera beginnt und endet am Restaurant Can Tura in Sant Aniol de Finestres. Sie ist 12,5 Kilometer lang, dauert 5 Stunden und 30 Minuten, weist +/-696 Höhenmeter auf und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad.
Der Itinerari: Santuari de Finestres i el poblat ibèric führt über schmale Pfade, feuchte Wälder, aussichtsreiche Kämme und natürliche Aussichtspunkte, von denen sich die Serra de Finestres nach und nach zeigt.
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