Ferran: Castell, Kirche und Bewässerungssystem
Unterkünfte in Ferran
Routenbezug
Die offizielle Rundroute „La Móra - Tamarit - Riu Gaià - Ferran - El Mèdol“ führt in ihrem Routentitel ausdrücklich Ferran; ihr Startpunkt ist der Barranc de la Mora.
Die Ursprünge des Castell de Ferran reichen ungefähr ins 11. Jahrhundert zurück, in die Zeit der feudalen Expansion der katalanischen Grafschaften. Das heutige Castell de Ferran weist mehrere Bauphasen auf. Romanische, gotische und Renaissance-Elemente gehören zu ihnen. Das Castell befindet sich in Privatbesitz. Von der öffentlichen Straße aus ist es sichtbar. Das Bauwerk ist auch vom ländlichen Ortskern aus sichtbar.
Baugeschichte
Kirche
Die kleine Kirche Santa Maria de Ferran wurde 1800 erbaut. Sie ist zwischen Nachbarhäusern eingebaut. Von einer Straße sind nur das Portal sichtbar; von der parallelen Straße sind das Chorhaupt und der Glockenturm sichtbar. Der Glockenturm ist achteckig. Er hat vier offene und vier geschlossene Seiten.
Bewässerung
Das Bewässerungsnetz leitete Wasser von der Schleuse des Molí del Pas zu den Gärten von Ferran und Tamarit am rechten Ufer des Gaià. Zum System gehörten vier unterirdische Wasserstollen. Die Mine von Mas de Marquès ist 720 m lang. Eine weitere Mine heißt Mine de l'Yxart und misst 130 m. Die beiden weiteren Minen heißen Vallvé und Pau Segú und sind jeweils 120 m lang. Reste von Bewässerungsgräben sind erhalten. Erhalten sind außerdem Zugänge zu den Minen. Einige Wasserräder sind ebenfalls erhalten. Das Bewässerungssystem ist mindestens seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert. Nach Gewohnheitsregeln, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts galten, hatten die Bewässerer von Ferran Tag und Nacht Zugang zum Wasser. Die Infrastruktur von Ferran und Tamarit blieb ungenutzt, nachdem der Stausee bei El Catllar dazu führte, dass das Wasser des Gaià die Gärten nicht mehr bewässerte. Damit umfasst die Anlage sowohl die Wasserzufuhr von der Schleuse als auch unterirdische Strecken, sichtbare bauliche Reste und die überlieferte Regelung der Nutzung. Ihre Geschichte reicht von der mindestens seit dem 14. Jahrhundert dokumentierten Bewässerung bis zu ihrer Aufgabe nach der Veränderung des Wasserlaufs durch den Stausee bei El Catllar. Die vier Minen unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Länge: Auf die 720 m der Mine von Mas de Marquès folgen 130 m bei der Mine de l'Yxart sowie jeweils 120 m bei Vallvé und Pau Segú. Diese Maße machen die unterirdische Gliederung des Systems nachvollziehbar.
Veranstaltungen
Im Rahmen der Festa Major de Ferran fand am 15. August 2026 ein feierlicher Gottesdienst statt. Anlass war das Fest Mariä Himmelfahrt. Der Gottesdienst fand in der Kirche Santa Maria de Ferran statt. Er dauerte von 13 bis 14 Uhr. Die 2026 ausgetragene Marxa Castells Altafulla – Costa Daurada führte auf ihren 16- und 26-km-Strecken für Wandernde und Trail-Laufende am Castell de Ferran vorbei.
Weitere Orte
Weitere Orte auf derselben übergeordneten Ebene: Margalef, Rodonyà, La Nou De Gaià, Albarca, L'eucaliptus, Ginestar, El Lloar und Farena.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.