Rasquera: Wege, Handwerk und Geschichte
In Rasquera führt der GR-7 durch den Ort, erreicht anschließend den Ebro, überquert ihn an der Pont del Llaguter und verbindet sich mit dem Naturweg des Ebro. Auch die Route de l'Observatori de Lister beginnt im Ort Rasquera.
Wandern und Wege
Die Route de la Creu de Santos erreicht ihren Gipfel nach einem etwa einstündigen Aufstieg durch den Wald der Serra de Cardó. Vom Gipfel reicht der Blick über das Tal von Cardó, das Ebro-Tal, das Mittelmeer und die umliegenden Gebirgszüge. Die Route Camí del Frares i Font del Teix entspricht dem Itinerarium PR C-80-1 und dauert schätzungsweise sechs bis sieben Stunden; für den Aufstieg zur Font del Teix ist eine zusätzliche Stunde einzuplanen.
Kürzer ist die Route a Sant Domingo: Nach knapp einem Kilometer erreichen Sie die Eremitage Sant Domingo. Am Monument Sagrat Cor bietet sie außerdem einen Aussichtspunkt mit Blick über die Ribera d'Ebre. Die Route de l'Observatori de Lister führt zum 499 Meter hohen Coll dels Pins und zu den Überresten des Observatori de Líster, von wo aus sich Panoramablicke bieten.
Die Route Rasquera–Balneari de Cardó beginnt in Rasquera und führt über den alten Camí dels Frares und das Portell del Cosp zum Balneari de Cardó. An der Font de l'Aiguadí gibt es Platz zum Ausruhen, Picknicken und Spielen; von der Quelle führt über die Treppe nebenan ein markierter Weg nach Ginestar. Die Route Font de la Caparella–Viamà führt an Trockenmauerwerk, alten Bauernhäusern und historischen Viehställen vorbei beziehungsweise macht diese Elemente erlebbar.
Auch auf dem Fahrrad lässt sich das Gebiet einordnen: Die Radrunde Ametlla de Mar–Rasquera–Serra de Cardó führt nach Rasquera und quert anschließend einen Teil der Serra de Cardó. Die verschiedenen Streckenlängen, Aufstiegszeiten und Zeitangaben lassen sich nebeneinander betrachten, wenn Sie Ihre Tage strukturieren.
Landschaft und Aussicht
Die Serra de Cardó erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Rasquera und Benifallet. An ihren schattigen Hängen wachsen Steineichen, Kiefern und einzelne Eichen; an den sonnigen Hängen finden sich Sträucher wie Mastix, Rosmarin und Heidekraut.
Die Font de l'Aiguadí liegt an der Grenze zwischen Rasquera und Ginestar am rechten Ufer der Riera del Comte. Die Font de Viamà befindet sich auf 700 Metern am südlichen Rand des Gemeindegebiets von Rasquera und gehört zu den wenigen Orten der Gemeinde mit Blick auf das Mittelmeer. Die Font del Teix liegt neben einer Schutzhütte; dort lassen sich uralte Bäume und Ausblicke auf die Ribera d'Ebre und das Priorat entdecken.
Geschichte und Handwerk
Die Cabra Blanca de Rasquera gilt als einzige autochthone Ziegenrasse Kataloniens; traditionell konzentrierte sie sich vor allem in Rasquera und Tivissa. Bei der Fira Ramadera i d'Artesania, die jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai in Rasquera stattfindet, steht die Cabra Blanca im Mittelpunkt. Nachdem die Fira während der Nachkriegszeit verloren gegangen war, wurde sie ab 1985 wiederbelebt und dient seither als Schaufenster der Volkskultur und des Kunsthandwerks von Rasquera.
Zur Artesania de la Pauma gehört die Verarbeitung geflochtener Blätter des Zwergpalmengewächses Margalló zu Körben, Matten und weiteren handgefertigten Gegenständen. In Kursen bringen Kunsthandwerkerinnen aus Rasquera Kindern und Erwachsenen das Flechten bei.
An der Fassade der Kirche von Rasquera ist das Jahr 1772 vermerkt; es bezeichnet vermutlich den Abschluss des Bauwerks, dessen Bauarbeiten neun Jahre dauerten. Die Felsmalereien von Caparrella in Rasquera gehören zur levantinischen Felskunst, die zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Das Castell gilt als Rasqueras bedeutendster historischer Punkt. Die erste bekannte Erwähnung des Ortsnamens Rasquera stammt aus dem Jahr 1153 und steht im Zusammenhang mit einer Schenkung Ramon Berenguer IV. an die Templer. Die Escaletes de Ca Blai sind eine Trockensteintreppe, die als Verbindung und Durchgang zwischen Vila Closa und dem Castell dient.
Vila Closa war vermutlich über Jahrhunderte ein befestigter beziehungsweise umschlossener Ortskern Rasqueras, der dem heutigen Carrer Major entsprach. Zu Vila Closa gehörten mindestens drei ehemalige Portale, darunter die Porta de Miravet und ein Portal am Ende des heutigen Carrer del Pou. La Presó war ein kommunales Arrestgefängnis für die vorübergehende Verwahrung von Straftätern bis zu ihrer Überstellung in übergeordnete Gefängnisse.
Weitere Ortsseiten: Vila-rodona, Godall, El Morell, Albarca, Puigpelat, Mas de Barberans, Riudoms, Vallfogona De Riucorb
Regionale Erzeugnisse
Die Besichtigung von Biopaumerà beginnt auf dem Weingut mit einer Erklärung des ökologischen Anbaus und einem Spaziergang zwischen alten und jahrhundertealten Weinstöcken und Olivenbäumen. Im Inneren des Weinguts zeigt die Besichtigung die Herstellung ökologischer Weine und umfasst eine Weinprobe zur Entwicklung des Weins vor der Abfüllung.
Formatgeria Laura ist ein kleines familiengeführtes Lebensmittelunternehmen mit eigener Milchziegenherde, das handwerklich mit Herbacol geronnene Käse herstellt. Die Tourismusinformation von Rasquera informiert über Aktivitäten im Landesinneren und auf dem Wasser, Gastronomie, Weintourismus, Kultur und Natur.
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