Salou zwischen Küste, Kultur und Geschichte
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Foto: Андрей Бобровский via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Der Coastal Path ist ein 9,49 Kilometer langer Weg entlang der Küste von Punta de Sant Pere bis zum Racó de Salou am Cap Salou. Er führt am Strand Llarga sowie an den Buchten Penya Tallada, Font, Vinya und Crancs vorbei. Für die eigene Reiseplanung lassen sich die Schwerpunkte dabei nach Küste und Natur, Baugeschichte und Archäologie oder Wassersport ordnen.
Küste und Natur
Salou verfügt über 25 Strände und Buchten, von denen neun mit Einrichtungen für die Nutzer ausgestattet sind. Cap Salou ist zwischen dem Ebrodelta und der Costa Brava als „Espacio de interés geológico“ (EIG), also als Gebiet von geologischem Interesse, ausgewiesen. Der Park Cala Morisca ist ein 9.200 Quadratmeter großer Bereich am Meer mit Vegetation, Meerblick und Klippen. Er ist in den Coastal Path eingebunden und bietet Ausblicke auf Cala Crancs.
Cap Salou eignet sich zur Beobachtung von Seevögeln, die vom Strand aus nur schwer zu sehen sind. Die Posidonia-Wiesen bei Cap Salou sind von der Europäischen Union als Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse geschützt.
Geschichte und Kultur
Die Torre Vella ist ein Kulturzentrum, das hauptsächlich Kunstausstellungen gewidmet ist. Das Museu de l’Esmalt Contemporani in der Torre Vella besitzt eine Sammlung von Emailarbeiten des 20. Jahrhunderts von Künstlern aus aller Welt. Die Torre Vella wurde 1530 auf Anordnung des Erzbischofs von Tarragona, Pere de Cardona, zum Schutz dieses Küstenabschnitts vor Pirateneinfällen errichtet.
La Masia Catalana wurde 1974 erbaut und zunächst als monumentale Weihnachtskrippe konzipiert. Sie liegt in einem grünen Park mit einheimischer Vegetation und Kiefern. Die Font Lluminosa stammt aus dem Jahr 1973 und wurde vom Ingenieur Carles Buïgas geschaffen.
Die Kirche Santa María del Mar wurde 1766 von der Seefahrergilde von Salou erbaut. Sie beherbergt Wandmalereien von Lluís M. Güell sowie Baptisteriumsgemälde von Josep Grau Garriga. Das Chalet Bonet wurde 1918 erbaut und ist ein spätmodernistisches Werk des Architekten Domènec Sugranyes i Gras, eines Schülers und Mitarbeiters von Gaudí.
Wege und Wassersport
Der Faro de Salou wurde 1858 eingeweiht. Der Weg am Faro de Salou verfügt über drei Aussichtspunkte: Mirador Sur, Mirador Centro und Mirador Norte. Der touristische Zug von Salou fährt eine Rundstrecke, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt miteinander verbindet. Der Yachthafen von Salou nimmt Freizeitschiffe auf und gilt als wichtiger Ausgangspunkt für Wassersport.
Archäologische Spuren
Die griechische archäologische Stätte Kallipolis liegt im Bereich La Torre Alta im Racó de Salou direkt an der Küste. Der archäologische Park der römischen Villa von Barenys umfasst die Überreste eines rechteckigen Gebäudes zur Keramikproduktion, das vom späten 1. Jahrhundert v. Chr. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts datiert wird.
Besichtigungen von Kallipolis
Außer bei besonderen Veranstaltungen war Kallipolis nur im Rahmen geführter Besichtigungen zugänglich. Für geführte Besichtigungen war der Eintritt kostenlos; eine vorherige Reservierung über Reservaplay war erforderlich. Kostenlose Führungen durch Kallipolis waren für das erste Wochenende jedes Monats von März bis Oktober vorgesehen.
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