Collioure
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Collioure

Collioure – Nacheinander entdeckten alle – und es waren viele – durchreisende Völker und Stämme diese schönste der vier schiffbaren Buchten an der katalanischen Cote Vermeille für ihre Zwecke, und sei es nur, um zu zerstören, was feindliche Besatzer von Collioure zuvor gebaut hatten: Phönizier, Kreter, Phokäer, Etrusker und Römer, die den Ort Caucoliberis nannten – später auch noch Westgoten, Araber, selbst Normannen und schliesslich die Könige von Aragón, deren Baumeister 1171 eine erste Burg in Collioure errichteten. Aus dem Fenster einer Ferienwohnung in Collioure kann man teilweise einen Panoramablick geniessen.

Im 13. Jahrhundert fanden zunehmend auch diverse Orden Gefallen an Collioure und den fruchtbaren Weinbergen drumherum. Templer, Johanniter, Zisterzienser und Dminikaner schickten nacheinander ihre frommen Brüder. Und so wie sie kamen, verschwanden sie auch wieder, zuletzt die Templer, in deren Hauptsitz Trouillas bei Thuir (ca 40 km entfernt) 1285 das Verfahren zur Herstellung eines natursüssen Weines entdeckt wurde und dessen Name und Anbaugebiet längs der Cote Vermeille später nach dem Haupterzeugerort Banyuls benannt wurden.

Im Jahr 1659, mit Abschluss des wichtigen „Pyrenäenvertrages“ ergriff Frankreichs Sonnenkönig Louis XIV. Besitz von Colliure und lies den Hafenkomplex von seinem Militärarchitekten Vauban zu einer wehrhaften Festungsstadt ausbauen. Das von Jakob dem Eroberer zwischen den beiden Hafenteilen Collioures angelegte Chteau Royal verschwand nun hinter mächtigen Schanzwällen.
Die teils schon sehr spanisch anmutenden Häuser und Gassen Colliures waren nun besser vor Angreifern geschützt und präsentieren sich – meist liebevoll und aufwendig instandgehalten – dem Colliure-Besucher besonders im warmen Licht der Abendsonne als traumhafter, malerischer Hafenort.

Viele berühmte Maler hatten einen Blick für die vielen Farbenspiele der Natur Kataloniens, sie packten in Hafenstädtchen wie Colliure einfach ihre Pinsel aus und blieben hier -.der heute weltberühmte Henry Matisse war einer von ihnen.
Statt Matisse-Malerei bekommt man bei einem Ausflug nach Colliure draussen auf der Restaurant-Terrasse der „Hostelerie des Templiers“ und ihren benachbarten zahlreichen Cafés ein gutes Bild vom heutigen Sommerleben in Collioure.

Neben allen Genüssen fürs Auge sei hier noch auf eine wirklich besondere Spezialität hingewiesen: Anchovis aus Colliure! Da diese sehr zarten Sardellenfilets aufgrund ihrer Beschaffenheit nur in Handarbeit behandelt werden können und mehrere Traditionshäuser – Gott sei Dank – davon nicht lassen wollen, kann man in Colliure vermutlich die besten Anchovis des Mittelmeers bekommen.

Gleich ein Verzehr-Tipp: Eine Scheibe Brot auf einer Seite in wenig Olivenöl rösten, mit Knoblauch einreiben und mit Tomatenpaprika und Anchovis abwechselnd belegen – als Vorspeise „Anchois“ in ganz Katalonien ein Leckerbissen! Hier lesen Sie mehr über die katalanische Küche...

Hier Ferienwohnungen in Collioure finden...

Informationen zu Collioure

Office de Tourisme de Collioure

Place du 18 juin
BP 2
66190 COLLIOURE

Tel: 04 68 82 15 47
Fax: 04 68 82 46 29
e-mail: contact@collioure.com


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