Bossòst: Romanik, Wälder und Wege am Portilhon

File:Bossòst, 25550, Lleida, Spain - panoramio - Fuchs Robert.jpg File:Bossòst, 25550, Lleida, Spain - panoramio - Fuchs Robert.jpg Foto: Fuchs Robert via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Kultur und Geschichte

Im historischen Ortskern von Bossòst steht die Pfarrkirche der Jungfrau der Reinigung von Bossòst. Ihr weiterer Name lautet Glèisa dera Purificacion de Maria. Der bemerkenswerte Bau ist romanisch und zählt zu den besten Beispielen der aranischen Romanik des 12. Jahrhunderts. Als Kulturgut von nationalem Interesse ist die Kirche in der Kategorie historisches Denkmal eingestuft. Damit verbindet sich in einem einzigen Ortsbild ein konkreter Bau, ein eigener Name und die historische Einordnung in die aranische Romanik.

Nördlich von Bossòst liegt die Burg oberhalb des Vororts Sant Ròc auf dem Felsen Casteràs. Der Aufstieg von den Obstgärten zur Burg überwindet etwa 400 Höhenmeter. Die Lage der Burg und der Anstieg gehören daher zusammen: Wer den Weg von den Obstgärten nimmt, erreicht den Felsen über einen deutlich ansteigenden Verlauf.

Naturraum

Das Naturgebiet Montanhes de Les e Bossòst ist das nördlichste Naturgebiet Kataloniens. Es umfasst ausgedehnte Laubwälder mit atlantischer Prägung. Die Waldgesellschaften wechseln dabei mit der Höhenlage: In den tieferen Lagen wachsen großblättrige Eichenwälder, in mittleren Höhenlagen Buchenwälder. So zeigt das Gebiet nicht nur eine weite Waldfläche, sondern auch unterschiedliche Vegetationsformen innerhalb des Naturraums.

Zur vielfältigen Fauna des Naturgebiets zählen Braunbären und Mittelspechte. Beide Tierarten sind Teil der genannten Tierwelt der Montanhes de Les e Bossòst und ergänzen die Beschreibung des Naturraums um seine tierische Seite.

Wege und Aktivitäten

Die Route Saubaga beginnt am Turm der Glèisa de Sta. Maria de Bossòst und führt bis zur Kapelle St. Joan Crisòstom. In der näheren Umgebung von Bossòst verläuft sie durch abwechslungsreiche Vegetation. Haselsträucher, Eichen, Erlen und Ahorn säumen den Weg. Auf dem Weg zum Portilhon führt die Route außerdem durch Buchen- und Weißtannenwälder. Ihr Verlauf verbindet damit benannte Ausgangs- und Zielpunkte mit mehreren Vegetationsformen der näheren Umgebung.

Auch der Portilhon erschließt eine eigene Landschaftsachse. Eine kurvenreiche Straße führt von Bossòst zum 1.293 m hohen Portilhon-Pass an der französischen Grenze. Sie verläuft durch einen dichten Weißtannenwald und eignet sich zum Radfahren. Die Passhöhe markiert dabei einen klar benannten Punkt an der Grenze zu Frankreich.

Bei Bossòst ist die Garona in diesem Abschnitt besonders breit und wasserreich. Der Fluss bietet geeignete Bedingungen für Rafting und andere Abenteuersportarten. Damit steht neben den Waldwegen und der kurvenreichen Passstraße auch ein wassergeprägter Abschnitt der Landschaft im Ortsumfeld.

Anreise

Von Bagnères-de-Luchon ist Bossòst über den Portilhon-Pass erreichbar. Die französische Straße D618A führt dabei weiter als N-141 nach Bossòst. Der Anreiseweg verbindet den französischen Ausgangsort, den Pass und die beiden Straßenbezeichnungen in einer durchgehenden Verbindung zum Ort.

Weitere Orte: Ribera de Montardit, Mont-Ros, Prulláns, Corbins, Granyanella, Guimerà, Vilagrassa und Vilanova de Meià.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.

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